Die beiden größten Inseln der Balearen – Mallorca und Ibiza – sind allseits bekannt, aber das kleinere Menorca wird immer beliebter. Das ist kein Wunder, denn viele sehen es als ein weniger erschlossenes und damit auch weniger überlaufenes, alternatives Reiseziel. Dass die Insel touristisch weniger erschlossen wurde, ist dem ehemaligen Diktator Franco zu „verdanken“. Menorca hatte sich nämlich als letztes gegen seine Machtübernahme gewehrt, und das hatte Franco nicht vergessen, als der Tourismus in Spanien in den 60er- und 70er-Jahren aufblühte. Es wurde viel Geld in die Entwicklung von Mallorca und Ibiza gepumpt, aber Menorca bekam keinen Peso. Heute ist das ein Segen, denn die Insel ist eine Oase unberührter Schönheit, was noch dadurch verstärkt wird, dass die gesamte Insel seit 1993 ein UNESCO-Biosphärenreservat ist. Das grüne Menorca verbindet wunderschöne weiße Sandstrände mit einer zerklüfteten Küste, prähistorischen Sehenswürdigkeiten und hübschen alten Städtchen und Dörfern.
Von Ost nach West misst Menorca nicht einmal fünfzig Kilometer, und zwischen der Nord- und der Südküste liegen höchstens zwanzig Kilometer. Brauchst du auf so einer kleinen Insel überhaupt einen Mietwagen? Genau, vor allem auf Menorca! Die Insel wird nämlich mehr oder weniger durch die Hauptstraße Me-1 zwischen der Hauptstadt Mahón und der zweitgrößten Stadt Ciutadella in zwei Hälften geteilt. Von dieser Straße zweigen kleinere Straßen nach Norden und Süden ab. Wenn du von einem Ort an der Nord- oder Südküste zu einem anderen willst, musst du oft erst zurück zu dieser Hauptstraße fahren, außer im Nordosten, wo die Me-7 entlang der Küste verläuft. Das kostet natürlich Zeit – und noch viel mehr, wenn du auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bist. Willst du also das Beste aus deinem Urlaub auf Menorca herausholen? Dann miete dir ein Auto!
Mahón wird vor Ort meist als Maó bezeichnet, was der katalanische Name der Stadt ist. Die meisten Touristen kommen am Flughafen von Mahón an, aber wusstest du, dass die Hauptstadt der Insel auch direkte Fährverbindungen nach Barcelona und Valencia auf dem spanischen Festland hat? Eine schöne und entspannte Art zu reisen, wenn du dich nach einem Städtetrip auf Menorca erholen möchtest!
Mahón liegt an einer tiefen Bucht, die einen natürlichen Hafen bildet und seit jeher das pulsierende Herz der Stadt ist. Großbritannien erkannte die strategische Bedeutung der Bucht und baute dort, nachdem es die Insel im 18. Jahrhundert erobert hatte, einen Marinehafen. Der ist immer noch da, nur dass er jetzt der spanischen Marine gehört. Das Krankenhaus, das die Briten auf der kleinen Insel Illa del Rei bauten, wurde wunderschön restauriert. Ein Teil davon wird heute als Kunstgalerie genutzt.
Die historische Innenstadt liegt auf einer Klippe mit Blick auf den Naturhafen, während sich die meisten Bars, Geschäfte und Restaurants eine Ebene tiefer, beim Yachthafen, befinden. Die beiden Ebenen sind über verschiedene Treppen, die verwinkelte Straße Costa de ses Voltes und einen praktischen Aufzug beim Mercat del Claustre miteinander verbunden. Der Fischmarkt daneben (Mercat des Peix) ist schon lange nicht mehr nur eine Domäne der Fischhändler. Dort kannst du auch leckeren lokalen Käse kaufen oder bei Live-Musik einen Drink genießen.
Die Briten waren nicht die Einzigen, die ihr Augenmerk auf Menorca richteten – die Insel hatte viele verschiedene Herrscher. Mehr über die reiche Kultur und Geschichte erfährst du im Museu de Menorca, das in einem wunderschönen ehemaligen Franziskanerkloster aus dem 17. Jahrhundert untergebracht ist.
Die Einfahrt zum Naturhafen von Mahón ist ziemlich eng, und auf beiden Seiten wurden Festungen errichtet. Am besten erhalten ist die Fortalesa d’Isabel II, die die Spanier im 19. Jahrhundert auf der Halbinsel La Mola erbauten. Du kannst deinen Mietwagen direkt vor der Festung kostenlos parken. Es ist ein ziemlich großer Komplex; der Hauptrundgang dauert etwa anderthalb Stunden, die komplette Route noch eine Stunde länger. Von den Mauern aus hast du einen schönen Blick über den Hafen, die Küste der Halbinsel und das Mittelmeer. Außerhalb der Festung steht ein kleiner Leuchtturm an der östlichsten Spitze Spaniens.
Auf der gegenüberliegenden Seite von La Mola siehst du ältere Festungen, die die Briten erbaut haben: die Ruine des Castell de Sant Felip und die Überreste des Fort Marlborough, das teilweise in den Felsen gehauen ist. Kinder finden die dunklen, unterirdischen Gänge sowohl unter der Festung als auch unter der Burg total spannend.
Wenn du die Flora und Fauna von Menorca entdecken möchtest, dann besuche den Naturpark s’Albufera des Grau im Nordosten der Insel. Er umfasst mehr als fünftausend Hektar Feuchtgebiete, Teile der Küste und eine kleine Insel. Das Dorf Es Grau ist ein beliebter Ausgangspunkt, aber weitere Informationen über das Naturschutzgebiet und die Wanderwege bekommst du im Besucherzentrum am Haupteingang. Die Abzweigung zum Park ist entlang der Me-5 deutlich ausgeschildert. Es gibt drei verschiedene Wanderwege entlang der Lagune, die das Herzstück des Parks bildet: zwei vom Haupteingang aus und einen von Es Grau aus. Im Besucherzentrum kannst du dir sogar Ferngläser ausleihen, um einige der über hundert Vogelarten im Park zu beobachten. Zu sehen sind unter anderem Kormorane, Haubentaucher und Kreuzschnäbel sowie Greifvögel wie Fischadler, Seeadler und Wanderfalken.
Kein begeisterter Vogelbeobachter? Dann ruh dich nach einem Spaziergang durch die wunderschöne Natur doch an einer der kleinen Buchten aus: Cala Tamarells, Cala Rambles oder Cala Morella. Auch die vor der Küste gelegene Illa d’en Colom hat zwei tolle Strände. Du kannst dorthin gelangen, indem du in Es Grau ein Kajak mietest – nach etwa dreißig Minuten Paddeln erreichst du die Insel.
Die meisten Leuchttürme auf Menorca stehen an einsamen, abgelegenen Orten, und genau deshalb üben sie eine so große Anziehungskraft aus. Der Leuchtturm von Favàritx bildet da keine Ausnahme. Der Betonschaft ist mit weißen und schwarzen spiralförmigen Streifen bemalt und ragt 28 Meter über die felsige Landschaft hinaus. Im Gegensatz zum Rest von Menorca gibt es am Cap de Favàritx kaum Vegetation; der Leuchtturm ist von schwarzem Schiefer umgeben.
Auch dieser Teil gehört zum Naturpark s’Albufera des Grau, aber man fährt über eine ganz andere Straße dorthin. Die Abzweigung zum Leuchtturm ist auf einem braunen Schild an der Me-7 zwischen Mahón und Fornells deutlich ausgeschildert. Übrigens musst du den Mietwagen zwei Kilometer vor dem Leuchtturm parken und den Rest zu Fuß zurücklegen. Aber das lohnt sich, denn der Leuchtturm steht auf einer spektakulären Klippe und bietet wunderschöne Ausblicke.
Ein nahegelegener Weg führt zu zwei unberührten und wunderschönen Stränden: Cala Presili mit klarem, türkisfarbenem Wasser und der weniger besuchte Strand Playa d’en Tortuga, der fünfzehn Minuten zu Fuß weiter liegt und bei Nudisten beliebt ist.
Über die ganze Insel verteilt findest du Hunderte von Beispielen für das prähistorische Menorca. Für das ungeübte Auge sehen diese manchmal nicht mehr als einen Steinhaufen aus, aber es gibt auch einige faszinierende Überreste aus der Zeit der sogenannten Talaiot-Kultur. Diese blühte grob gesagt von vor gut dreitausend Jahren bis zum Einfall der Römer im Jahr 123 v. Chr.
Torre d’en Galmés
Der berühmte Torre d’en Galmés bei der Kleinstadt Alaior ist eines der bedeutendsten Beispiele talayotischer Architektur. Die Abzweigung zu diesem prähistorischen Dorf ist auf der Hauptstraße Me-1 deutlich ausgeschildert. Von dort sind es noch vier Kilometer bis zum Parkplatz dieser Sehenswürdigkeit. Das Dorf besteht aus verschiedenen Megalithbauten, darunter eine sogenannte Taula (ein T-förmiges Steinmonument), verschiedene prähistorische Häuser und unterirdische Räume (Hypogäen). Dank der Zeichnungen auf den Informationstafeln kannst du dir vorstellen, wie das Dorf wohl ausgesehen haben muss.
Nekropole von Cales Coves
Etwas außerhalb von Cala en Porter liegt die Necròpolis de Cales Coves: eine große Anzahl von Grabkammern, die in die schroffen Felsen entlang der Bucht gehauen wurden. Die Römer nutzten diese Nekropole zwar nicht mehr als solche, meißelten aber Inschriften in die Wände, wie zum Beispiel in der Cova dels Jurats (Grotte der Geschworenen). Übrigens ist das auch eine herrliche Bucht zum Schwimmen, und von Cala en Porter aus kannst du mit dem Kajak dorthin paddeln. Wenn du dich nicht fürs Kajak entscheidest, sind es vom Parkplatz aus etwa zwei Kilometer zu Fuß bis zur Bucht.
Nekropole von Son Morell Nou
Leichter zu erreichen ist die Necròpolis de Son Morell Nou an der Nordküste, etwa zehn Kilometer von Ciutadella entfernt. Mit deinem Mietwagen fährst du direkt daran vorbei, gleich außerhalb von Cala Morell. An dieser Straße gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen, mehr Parkmöglichkeiten findest du am Kreisverkehr näher am Dorf. Während du durch die verschiedenen Grabkammern schlenderst, wirst du dich fragen, wie diese riesigen Höhlen vor Tausenden von Jahren in den Felsen gehauen wurden.
Alaior ist ein gemütliches altes Marktstädtchen voller verwinkelter Gassen mit historischen Herrenhäusern und anderen Sehenswürdigkeiten wie der Església de Santa Eulàlia und dem Rathaus, das in einem majestätischen Palast untergebracht ist. All das rund um den gemütlichen zentralen Platz Plaça de la Constitució, umgeben von Straßencafés. Alaior entwickelt sich immer mehr zur drittgrößten Stadt Menorcas und zu einem wichtigen kulturellen Zentrum. So wurde der Kreuzgang des Convent de Sant Diego zu einem Kulturraum umgebaut, in dem du Musikaufführungen genießen kannst. Außerdem finden dort wechselnde Ausstellungen statt.
Fans moderner Kunst besuchen das LÔAC – Centre d’Art contemporani oder die Galerie Pinzellades d’Art. Am zweiten Augustwochenende feiert das Städtchen die „Fiestas de Sant Llorenç“, unter anderem mit einem Umzug mit Festwagen. Vor der kleinen Kirche Sant Pere Nou gibt es einen kleinen, von Bäumen gesäumten Platz, von dem aus du im Schatten einen herrlichen Blick auf die Umgebung hast. Ganz in der Nähe dieser kleinen Kirche gibt es übrigens einen Parkplatz, auf dem du deinen Mietwagen bequem abstellen kannst, wenn du Alaior besuchen möchtest.
Etwas westlich von Alaior liegt ein Steinbruch, der bis in die 70er Jahre in Betrieb war und danach verfiel. Tja, ist das denn einen Besuch wert? Wir finden schon, denn dieser tiefe Steinbruch wurde in den letzten fünfzig Jahren von der Natur zurückerobert. Zwischen den senkrechten Kalksteinwänden, an denen man noch deutlich die Spuren des Steinbruchs sieht, wachsen Bäume, Sträucher haben in den Wänden Wurzeln geschlagen und Vögel zwitschern fröhlich vor sich hin. Es hat etwas Surreales und gleichzeitig ist es schön zu sehen, wie die Natur diese „Wunde in der Erde“ wieder in Besitz nimmt. Ein absolutes Muss!
Auf dem hügeligen Menorca gibt es keine hohen Berge, der höchste Punkt liegt nur 358 Meter über dem Meeresspiegel: ein Hügel mit dem etwas irreführenden Namen Monte Toro (Berg des Stiers). Trotzdem ist es ein schöner Hügel, den du mit deinem Mietwagen über eine kurvenreiche kleine Straße hinauffahren kannst. Auf dem Gipfel steht eine Wallfahrtskirche, die der Überlieferung nach von Mönchen gegründet wurde, die dort eine Marienstatue fanden, nachdem ihnen ein Stier den Weg gewiesen hatte. Das erklärt den Namen des „Berges“. Vom Gipfel aus hast du einen schönen Blick über Menorca und bei klarem Wetter kannst du sogar Mallorca sehen.
Die Abzweigung zum Santuari del Toro liegt am östlichen Rand von Es Mercadal, einem reizenden Ort, den man sich unbedingt ansehen sollte. Manche Inselbewohner kommen extra hierher, um die Bäckerei Can Pons zu besuchen, die die besten Ensaïmades der Insel verkauft. Dieses große, spiralförmige Gebäck ist eine Spezialität der Balearen und wird oft mit Zutaten verfeinert, die ihm einen süßen oder herzhaften Geschmack verleihen. Für Vegetarier ist es keine Delikatesse, da eine wichtige Zutat Schweinefett ist.
Käse war und ist ein wichtiges Produkt Menorcas. Es gibt Hinweise darauf, dass dort bereits vor dreitausend Jahren Käse hergestellt wurde, und im 18. Jahrhundert wurde der Käse mit vier eigens für diesen Zweck gebauten Booten exportiert. Queso Mahón hat einen leicht salzigen Geschmack, der zum Teil auf das Meersalz im Gras zurückzuführen ist, das die Kühe fressen. Die Rinde wird mit Butter oder Öl und Paprikapulver eingerieben, wodurch sie eine orange Farbe bekommt. Der Name ist etwas verwirrend, denn der Käse wird nicht nur rund um die Hauptstadt hergestellt, sondern auf der ganzen Insel, zum Beispiel rund um das malerische Dorf Ferreries. Die Käserei Sa Roqueta in diesem Ort organisiert Führungen, die mit einer Verkostung von Käse und Wurstwaren enden. Du kannst dort sogar an einem Workshop teilnehmen, bei dem du deinen eigenen Käse herstellst, der dir nach der Reifung zugeschickt wird! Es gibt keine intensivere Möglichkeit, den gesamten Herstellungsprozess dieses Käses kennenzulernen.
Man findet es in allen Reiseführern für Menorca, aber ehrlich gesagt waren wir uns nicht sicher, ob das Städtchen Binibeca wirklich zu den schönsten Sehenswürdigkeiten auf Menorca gehört. Aber gut, dann eben ein kurzer Beitrag dazu. Warum hatten wir Zweifel? Weil es auf den ersten Blick ein authentisches Dorf ist, aber der Schein trügt: Binibeca (katalanisch: Binibèquer) ist eine Idee des Fremdenverkehrsamts und wurde in den 70er Jahren gebaut. Das ursprüngliche Fantasiedorf – Binibèquer Vell – mit seinen engen Gassen ist zwar noch ganz nett, aber die spätere Erweiterung besteht schlichtweg aus weißen Ferienhäuschen. Der ursprüngliche Teil hat übrigens nichts mit dem traditionellen Baustil auf Menorca zu tun, er erinnert eher an ein griechisches Dorf.
Bis ins 18. Jahrhundert konnte sich Ciutadella rühmen, die Hauptstadt von Menorca zu sein, bevor die Briten beschlossen, dass Mahón mit seinem strategisch wichtigen Hafen fortan diesen Status erhalten sollte. Ciutadella liegt ganz im Westen der Insel und hat eine besonders schöne Altstadt mit prächtigen historischen Gebäuden, tollen Geschäften und gemütlichen Cafés. Im Herzen der Altstadt steht die Catedral de Santa Maria. Wie bei so vielen Kathedralen in Spanien wurde auch diese auf den Fundamenten einer Moschee aus dem 13. Jahrhundert erbaut. Der weitläufige Plaça des Born ist von stattlichen Häusern umgeben, darunter der beeindruckende Palacio Torresaura. An demselben Platz steht das Rathaus, das ein bisschen wie eine Burg aussieht – und das kann stimmen, denn es wurde auf den Überresten einer maurischen Festung erbaut. Außerdem solltest du dir in der Altstadt die Carrer de Ses Voltes nicht entgehen lassen, eine schmale Gasse mit Arkaden auf beiden Seiten und netten kleinen Läden. Das Hafenviertel ist vor allem abends dank der vielen Terrassen und Restaurants sehr gemütlich. Am Hafen gibt es zwei große Parkplätze, auf denen du deinen Mietwagen für deinen Besuch in Ciutadella abstellen kannst.
Für einen romantischen Sonnenuntergang fährst du zum Pont d’en Gil, etwas außerhalb der Stadt. Das ist eine natürliche Felsbrücke, die du vom Parkplatz aus nach fünf Minuten zu Fuß erreichst. Weiter nördlich (sechs Kilometer von Ciutadella entfernt) steht der Leuchtturm Far Punta Nati, wo du ebenfalls einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben kannst.
Etwas östlich von Ciutadella findest du erneut einen ehemaligen Steinbruch, Pedreres de s’Hostal. Hier erwartet dich ein ganz anderes Erlebnis als in dem zuvor beschriebenen Steinbruch bei Alaior. Erstens ist der Steinbruch viel größer und zweitens wird er aktiv von einer Stiftung namens Líthica gepflegt, unter deren Namen der Steinbruch bekannt ist. So wurde zum Beispiel ein richtig schönes Labyrinth aus Steinen des Steinbruchs angelegt. Außerdem kannst du durch einen Garten schlendern und im Sommer finden regelmäßig Konzerte im kubusförmigen Amphitheater zwischen den steilen Kalksteinwänden statt.
Die Abzweigung zum Steinbruch ist auf der Me-1 am Kreisverkehr deutlich ausgeschildert. Wenn du mit dem Mietwagen hinfährst, solltest du am besten online reservieren, um dir einen Parkplatz zu sichern. Das gilt vor allem in den Sommermonaten. Denk außerdem daran, genug Wasser mitzunehmen, denn in diesem Steinbruch gibt es jede Menge zu entdecken.
Vor der Küste Menorcas gibt es verschiedene Tauchplätze für Taucher aller Erfahrungsstufen. Vor allem das Meeresschutzgebiet an der Nordküste ist ein wunderschöner Ort, um die Unterwasserwelt zu bewundern. Es erstreckt sich von Cap Gros bis zur Punta des Morter, wobei der Ort Fornells an der leicht zugänglichen Bucht Cala Blanca der wichtigste Ausgangspunkt ist.
Der Frühling ist eine tolle Zeit zum Tauchen rund um Menorca. Dann hast du die Chance, wandernde Stachelrochen zu sehen – und wenn du Glück hast, sogar eine große Gruppe. Außerdem bauen Tintenfische im April und Mai Nester, die sie mit Steinen und Muscheln tarnen. Aber die Unterwasserwelt rund um die Insel hat noch viel mehr zu bieten: Hummer, Krabben, Zahnbrassen, Barrakudas, Brassen, Meeraale und viele andere, oft farbenprächtige, mediterrane Fischarten.
Die schönsten Tauchplätze in den Buchten (Calas) und Höhlen entlang der Küste sind nur mit dem Boot erreichbar und liegen fünf bis zwanzig Minuten Fahrtzeit entfernt.
Während deines Urlaubs auf Menorca wirst du bestimmt mal ein Stück des Camí de Cavalls entlanglaufen. Das ist ein historischer Pfad, der früher von Reitern genutzt wurde und die ganze Insel umrundet. Der Zugang zu den vielen versteckten Buchten und urigen Stränden entlang der Küste ist oft Teil dieser Route, die insgesamt 185 Kilometer lang ist. Manche Leute reisen extra nach Menorca, um diesen gesamten Weg durch die unberührte Natur zu wandern, aber für diejenigen, denen eine solche Strecke zu lang ist, wurde die Route in zwanzig Abschnitte unterteilt.
Am Anfang jedes Abschnitts steht eine große Informationstafel mit einer Karte der Route. Entlang des Weges stehen in regelmäßigen Abständen kleine Holzpfähle mit einem weißen, hufeisenförmigen Schild, damit du dich nicht verlaufen kannst. Außerdem gibt es Wegweiser zu Orten in der Umgebung. Auf der offiziellen Website von Camí de Cavalls findest du eine interaktive Karte und jede Etappe ist detailliert beschrieben. Außerdem kannst du von jeder Beschreibung ein PDF herunterladen und für die Route selbst eine GPX-Datei.
Wenn es etwas gibt, das Menorca auszeichnet, dann sind es die vielen Buchten mit kristallklarem Wasser und weißem Sand. Es gibt so viele, dass die Wahl schwerfällt. Sehr bekannt sind Cala Macarella und die daneben liegende, kleinere Macarelleta, aber dort ist es sehr voll. In den Sommermonaten werden die Parkplätze an diesen Stränden sogar gesperrt, um den Andrang einzudämmen. An der Nordküste ist Cala Pregonda einer der schönsten, aber auch belebtesten Strände. Wohin kannst du mit deinem Mietwagen fahren, ohne dass es so voll ist? Wir geben dir unten ein paar Vorschläge.
Cala Mitjana an der Südküste ist ebenfalls ein beliebter Strand, aber die kleinere Cala Mitjaneta direkt daneben ist viel weniger überlaufen. Du kannst auch ein gutes Stück vom Parkplatz aus nach Osten laufen, um zur Cala de Trebalúger zu gelangen. Vor allem morgens ist dieser Strand oft menschenleer, später legen dort kleine Boote an.
An der Nordküste ist die wunderschöne Cala del Pilar nicht besonders stark besucht, da es vom Parkplatz aus ein ziemlich anstrengender Fußmarsch ist. Nach diesem dreißigminütigen Spaziergang wirst du mit einem ruhigen Strand zwischen roten Felsen belohnt. Es bleibt dort so ruhig, weil keine Autos mehr hineingelassen werden, sobald der (kleine) Parkplatz voll ist. Fahre also früh hin. Achtung: Die Straße zu diesem Strand ist auf der Me-1 als „Camí del Pilar“ ausgeschildert. Ein weiterer schöner Strand an der Nordküste ist Cala Pregonda. Du kannst deinen Mietwagen am Straßenrand parken und dann über den Camí de Cavalls zu diesem Strand laufen. Dabei kommst du übrigens zuerst an zwei anderen Stränden vorbei: dem felsigen Platja de s’Alairó und dem Platja de Binimel-là.
Zum Schluss noch eine Bucht, in der du zwar nicht am Strand faulenzen kannst, aber dafür wunderbar schnorcheln und, wenn du willst, sogar klettern kannst: Cala Rafalet. In dieser Bucht kannst du außerdem Schildkröten beobachten. Sie liegt direkt nördlich des Ortes S’Algar, wo du deinen Mietwagen parken kannst. Der Beginn des Weges zur Bucht befindet sich hinter der kleinen Mauer neben dem Parkplatz.
Wenn du dich nicht auf Menorca beschränken möchtest, kannst du auf den Balearen Inselhopping betreiben. Nimm zum Beispiel die Fähre nach Alcúdia auf Mallorca und unternimm dort eine wunderschöne Tour durch den bergigen Nordwesten oder entdecke andere schöne Orte und Sehenswürdigkeiten auf dieser Insel. Am besten gibst du dafür deinen Mietwagen auf Menorca zurück und mietest separat ein Auto auf Mallorca. Mehr über das Kombinieren von Inseln und das Mieten von Autos erfährst du in unserem Blog zum Thema Inselhopping.
Auch wenn man auf Menorca nicht wirklich einen Roadtrip machen kann, empfehlen wir dir dennoch, für deinen Urlaub auf der Insel ein Auto zu mieten. Du kannst so viel mehr unternehmen, wenn du ein eigenes Fahrzeug hast und nicht auf Busfahrpläne angewiesen bist. Außerdem ist es der einfachste Weg, die weniger touristischen Orte auf Menorca zu erreichen. Wir hoffen, dass wir dich mit den obigen Tipps inspiriert haben, aber wir haben noch einen letzten Tipp: Warte nicht zu lange mit der Buchung eines Mietwagens auf Menorca. Du hast viel bessere Chancen auf ein gutes Angebot, wenn du das Auto rechtzeitig im Voraus online buchst. Außerdem hast du dann noch eine große Auswahl, vor allem, wenn du vorhast, in den Sommermonaten auf Menorca ein Auto zu mieten.
Natürlich willst du auch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Und das haben wir schon für dich zusammengestellt, denn bei uns kannst du nach der Bewertung filtern, die unsere Kunden einem lokalen Autovermieter gegeben haben. Das sind echte Bewertungen von echten Kunden. Oder du entscheidest dich einfach für einen Mietwagen mit unserem „Rundum-sorglos“-Label, denn dafür kommen nur Unternehmen in Frage, die bei der Kundenbewertung mindestens eine 7 erreicht haben. Außerdem mietest du dann ein Auto mit abgedeckter Selbstbeteiligung, einer günstigen Tankregelung und unbegrenzten Kilometern.
Welche Versicherung sollte ich wählen und was hat es mit der Kaution auf sich? Lesen Sie unsere Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps, um sicherzustellen, dass Sie sich für den richtigen Mietwagen entscheiden.