Bilbao am Golf von Biskaya war einst eine ziemlich trostlose Industriestadt. Diese Zeiten sind längst vorbei, und heute ist die Stadt ein beliebtes Ziel für Städtereisen. Die Eröffnung des berühmten Guggenheim-Museums im Jahr 1997 hat erheblich zur Beliebtheit der Stadt beigetragen, aber es ist bei weitem nicht die einzige Attraktion in Bilbao. So wurde zum Beispiel der Fluss Nervión, der quer durch die Stadt fließt, saniert, und du kannst dort Kajak fahren oder Stand-up-Paddling machen. Rund um die gotische Kathedrale liegt das historische Zentrum – Casco Viejo – mit gemütlichen Restaurants und Cafés. Der perfekte Ort, um ein Gläschen Wein zu trinken und Pintxos (die baskische Variante von Tapas) zu naschen. Apropos Essen: In Bilbao findest du einige der besten Restaurants ganz Spaniens!
Bilbao ist ein fantastischer Ausgangspunkt für einen Roadtrip mit dem Mietwagen durch das Baskenland. Natürlich kannst du die Stadt auch als Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die Umgebung nutzen. Es gibt abenteuerliche Straßen entlang der Küste und durch die Berge, du kannst idyllische Strände am Golf von Biskaya mit anspruchsvollen Wellen für Surfer besuchen, und es gibt schöne, alte Städte und malerische Dörfer. Worauf wartest du noch? Miete ein Auto in Bilbao und wähle aus unseren Vorschlägen unten für einen fantastischen Urlaub im Baskenland!
Mach dich gut vorbereitet mit einem Mietwagen im Baskenland auf den Weg und informiere dich über die Verkehrsregeln in Spanien.
Etwas nördlich von Bilbao liegt eine besondere Brücke, die Puente Bizkaia (auf Baskisch: Bizkaiko Zubia) oder auch die Puente Colgante (Hängebrücke). Der Weg dorthin entlang des Nervión ist nicht besonders schön – er führt an alten Fabriken und verfallenen Häusern vorbei –, aber sobald du die Mündung des Flusses erreichst, erwartet dich ein einzigartiges Bauwerk. Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine Verbindung zwischen Getxo auf der einen Uferseite und Portugalete auf der anderen benötigt, doch die Schifffahrt auf dem Fluss durfte nicht behindert werden. Das Ergebnis: Zwischen zwei hohen Türmen an beiden Ufern spannt sich in 45 Metern Höhe ein horizontaler Stahlträger. Darunter hängt eine Gondel, die nur wenige Meter über dem Wasser an Stahlseilen befestigt ist und Passagiere sowie Autos über den Fluss befördert. Du kannst auf dieser schwebenden Fahrbahn auf die andere Seite fahren, um dann mit einem Aufzug nach oben zu fahren und über den horizontalen Träger zurückzulaufen. Nichts für Leute mit Höhenangst!
Je nachdem, welche Route du wählst, dauert die Fahrt von Getxo zur zauberhaften Felseninsel Gaztelugatxe zwischen vierzig und sechzig Minuten. Wir empfehlen dir, die Küstenstraße BI-3151 zu nehmen: Die Straße ist in hervorragendem Zustand und du fährst durch eine wunderschöne Landschaft. Außerdem kommst du an hübschen Stränden wie Gorlizekound Bakioko vorbei. Das Hauptziel ist aber die kleine Insel mit der legendären Steintreppe, die du vielleicht aus der Fernsehserie „Game of Thrones“ kennst. Unterschätze den Aufstieg nicht: Vom Parkplatz aus geht es erst hinunter zum Wasser, und von der steinernen Bogenbrücke aus steigst du über 241 steile Stufen zur kleinen Kirche auf dem Gipfel hinauf. Und du musst auch wieder zurück. Zieh gute Wanderschuhe an, denn die Steine der Treppe sind uneben und können rutschig sein. Nimm auch ausreichend Wasser mit.
Oben angekommen kannst du buchstäblich in die Fußstapfen von Johannes dem Täufer treten – zumindest, wenn du glaubst, dass der Fußabdruck dort tatsächlich von ihm stammt. Unter den Fischern hier gibt es eine tief verwurzelte Tradition. Bevor sie zum Fischen hinausfahren, drehen sie mit ihrem Boot vor der Insel mehrmals eine Kurve nach Backbord und Steuerbord, damit Johannes sie mit einem reichen Fang segnet und ihnen Schutz auf See gewährt.
Da der Ort viele Besucher anzieht, ist die Anzahl der zugelassenen Personen von Ende März bis Mitte September begrenzt. Du musst dir dann online ein (kostenloses) Zeitfenster reservieren. Der nächstgelegene Parkplatz für deinen Mietwagen befindet sich am Eingang Urizarreta, neben dem Restaurant Eneperi. Falls du kein Ticket hast, um die kleine Insel selbst zu besuchen: Von diesem Restaurant aus führt ein Weg zu einem schönen Aussichtspunkt.
Weiter entlang der Küste liegt das charmante Fischerdorf Bermeo, wo im Hafen heute vor allem Freizeitboote liegen. Der historische Teil des Dorfes rund um den Puerto Viejo zeichnet sich durch schmale, farbenfrohe Häuser aus, die an die Felsen gebaut sind, wobei jede Reihe höher am Hang steht. Das Dorf pflegt seine Fischerei- und Seefahrertradition im Museo del Pescador (Fischermuseum) seine Fischerei- und Seefahrertradition. Es befindet sich im Torre de Ercilla, benannt nach der Kaufmannsfamilie, die ihn im 15. Jahrhundert erbaute. Einst gab es in Bermeo etwa dreißig solcher „Torres “. Von den sieben ursprünglichen Stadttoren ist nur noch eines erhalten geblieben, die Puerta de San Juan aus dem 14. Jahrhundert. Am gemütlichen zentralen Platz stehen die Kirche Santa María aus dem Jahr 1858 und das Rathaus, das gut ein Jahrhundert älter ist – beide im neoklassizistischen Stil. Dieser Platz erwacht abends zum Leben, genau wie der Parque Lamera hinter dem alten Hafen, der früher eine Werft war. Heute sind die vielen Bänke im Park und die Bars, Restaurants und Terrassen drumherum ein lebhafter Treffpunkt.
Entlang der rauen Nordküste des Baskenlandes liegen einige der besten Surfspots Spaniens und vielleicht sogar ganz Europas. Die Sandbank in der Flussmündung bei Mundaka ist das ursprüngliche „Mekka“ für Surfer in Spanien. Vor allem zwischen September und Dezember gibt es oft schöne, hohe Wellen, und ruhigere Tage sind ideal, um deine Technik zu perfektionieren. Oder um Surfen zu lernen, denn in Mundaka gibt es viele Surfschulen. Je nach Gezeiten gibt es verschiedene Zugänge zum Surfgebiet. Die meisten Surfer starten im Hafen, da dieser am nächsten an der Sandbank (und damit an den hohen Wellen) liegt, aber du kannst auch über eine kleine Treppe direkt hinter der Kirche ins Wasser gelangen.
Für Anfänger oder unerfahrene Surfer ist Playa de Laida die beste Wahl zum Surfen in Mundaka. Der Strand liegt auf der anderen Seite der Flussmündung und ist bei Ebbe vom Stadtstrand Laidatxu aus erreichbar. Wenn du kein Surfer bist, kannst du an diesem Strand herrlich entspannen. Vom Mirador de la Playa de Laida aus hast du einen schönen Blick auf die Mündung des Flusses Ocar und das Biosphärenreservat Urdaibai, das Revier von Greifvögeln wie Adlern, Gänsegeiern und Habichten, aber auch ein Zwischenstopp für Zugvögel.
Etwas mehr als eine Viertelstunde Fahrt von Mundaka entfernt liegt Guernica, das Herz der baskischen Seele. Mach aber unterwegs kurz Halt beim Informationszentrum Ekoetxea Urdaibai, wo du auf interaktive Weise viel über die Artenvielfalt in den Sümpfen rund um den Fluss Ocar lernen kannst. Im obersten Stockwerk gibt es eine Aussichtsplattform, von der aus du mit Ferngläsern Vögel beobachten kannst. Zwischen Guernica und Kortezubi verläuft ein Wanderweg durch das Naturschutzgebiet Urdaibai, teilweise über Holzstege quer durch die Sümpfe.
Guernica (auf Baskisch: Gernika) ist vor allem durch das Gemälde von Pablo Picasso bekannt, das die Schrecken der Bombardierung der Stadt im Jahr 1937 darstellt. Bei diesem Bombenangriff während des Spanischen Bürgerkriegs wurde fast die gesamte Stadt in Schutt und Asche gelegt. Zwei Symbole der baskischen Identität, das Parlamentsgebäude (Casa de Juntas) und die Guernica-Eiche (Gernikako Arbola), blieben verschont. Unter dieser Eiche schwören die Führer des Baskenlandes seit Jahrhunderten Treue zu den Freiheiten der Basken. Der heutige Baum ist der vierte Nachkomme der ursprünglichen Eiche.
Aufgrund der Zerstörungen durch die Bombardierung ist Guernica heute eine moderne Stadt, die besonders interessant ist, wenn du dich für den Hintergrund von Picassos berühmtestem Werk und die baskische Kultur interessierst. Besuche dazu das Friedensmuseum (Museo de la Paz) und das ethnografische Museum Euskal Herria. Für einen authentischen Markt solltest du montags nach Guernica fahren, wenn Bauern aus der Region ihre Waren verkaufen.
Fahre mit deinem Mietwagen von Guernica aus entlang der Ostseite des Naturschutzgebiets Urdaibai zu einem der schönsten Strände des Baskenlandes. Auch auf dieser Strecke kannst du kurz anhalten, um im Urdaibai Bird Center die Vögel im Naturschutzgebiet zu beobachten. Playa de Laga ist ein Sandstrand, der auf beiden Seiten von hohen, zerklüfteten Felsen begrenzt wird. Ein Wanderweg führt zu den hohen Klippen von Cabo Ogoño. Obwohl der Strand flach abfällt, kann es hohe Wellen und eine starke Strömung geben. An heißen Sommertagen ist dort meist viel los. Keine Sorge, auch weiter entlang der baskischen Küste gibt es viel Schönes zu entdecken.
Zum Beispiel, wenn du über die Küstenstraße nach Lekeitio fährst. Unterwegs genießt du herrliche Ausblicke und auf halber Strecke kommst du durch das fotogene Dörfchen Ea am gleichnamigen Fluss vorbei, wo eine kleine römische Brücke die große Sehenswürdigkeit ist. Park deinen Mietwagen nicht auf dem Parkplatz an der Westseite des Dorfes, denn der ist für Anwohner reserviert. An der Ostseite gibt es ein Brachgelände, auf dem Besucher parken können.
Der stimmungsvolle Hafen von Lekeitio wird von der riesigen Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert dominiert. Was Lekeitio so schön und einzigartig macht, ist die Lage an einer Flussmündung mit Sandstränden auf beiden Seiten und der kleinen Insel San Nicolás direkt davor. Diese Insel ist bei Ebbe vom Strand aus erreichbar. Du läufst über eine Art kleinen Deich, der bei Flut komplett unter Wasser steht und daher mit Seetang bedeckt ist. Sei vorsichtig, denn es kann ziemlich rutschig sein. Achte auch auf die Gezeiten und bleib nicht zu lange auf San Nicolás, denn du wärst nicht der Erste, der vom steigenden Wasser überrascht wird.
Die gesamte baskische Küste ist wunderschön, aber die Flysch-Route ist einer der schönsten Abschnitte. Flysch-Felsformationen sind Gesteine, die aus abwechselnden Schichten aus Schiefer und Sandstein bestehen. Diese Sedimentgesteine sind vor Millionen von Jahren entstanden und im Laufe der Zeit der Erosion ausgesetzt gewesen. Heute sieht man Flysch in Form von zerklüfteten Klippen und eigenwilligen Felsformationen.
Die Flysch-Küste beginnt in Mutriku, einem Städtchen, das du auf keinen Fall verpassen solltest, wenn du noch nicht genug von mittelalterlichen Herrenhäusern und engen Gassen hast. Zwischen Deba und Zumaia verläuft ein vierzehn Kilometer langer Wanderweg, La Ruta del Flysch, direkt entlang der beeindruckenden steilen Küste. Die verschiedenen geologischen Schichten sind nicht nur in den hoch aufragenden Felsen zu sehen, sondern bei Ebbe kannst du auch den welligen Meeresboden erkennen.
Wenn du von Deba aus der N-634 folgst, bekommst du an den Aussichtspunkten Hilandera und Itziargo Ama, gleich außerhalb des Dorfes, schon einen Vorgeschmack darauf, was dich erwartet. Weiter vorne gibt es entlang der Straße verschiedene Stellen, an denen du den Mietwagen parken kannst, um ein Stück in Richtung Küste zu laufen und von einem der Aussichtspunkte aus diese besonderen Felsen zu genießen. Die N-634 führt durch sanfte und fruchtbare Hügel, und du verstehst, warum dieser Teil des Landes oft als „España Verde“ (Grünes Spanien) bezeichnet wird.
Von den Häfen in Deba und Zumaia aus werden auch Bootsausflüge organisiert, um die Klippen vom Meer aus zu bewundern.
Von Zumaia aus kannst du der N-634 weiter folgen, die direkt an der Küste entlangführt und unter anderem durch das charmante Fischerdorf Getaria führt (mit schönen Stränden und hervorragenden Fischrestaurants, darunter eines mit einem Michelin-Stern). Wenn du es eilig hast, nimmst du besser die Autobahn AP-8, aber denk daran, dass du auf dem Abschnitt bis nach Zarautz Maut zahlen musst.
Apropos Michelin-Sterne: San Sebastián hat pro Kopf die meisten Drei-Sterne-Restaurants in Europa. Haben wir nicht schon erwähnt, dass das Baskenland für seine raffinierte Küche berühmt ist? Hier kommen Liebhaber der gehobenen Kochkunst voll auf ihre Kosten!
San Sebastián heißt auf Baskisch Donostia und ist eine der wichtigsten Städte am Golf von Biskaya. Neben den Weltklasse-Restaurants ist die Stadt bekannt für ihre langen und breiten Strände und die engen Gassen im historischen Zentrum „Parte Vieja“. Dieses Zentrum wird vom Berg Urgull mit der mittelalterlichen Burg Motako Gaztelua, dem Fluss Urumea und der halbkreisförmigen Bahía de la Concha begrenzt. Das Herz der Stadt ist die Konstituzio-Plaza, umgeben von Arkaden und Straßencafés. Am späten Nachmittag und Abend ist es dort supergemütlich, aber meide diesen Platz morgens, denn dann ist er voller Lieferwagen. Schließlich müssen die Gastronomiebetriebe ja auch beliefert werden.
Schon seit über hundert Jahren fährt vom Funikular Plaza aus eine kleine Seilbahn zum Gipfel des Monte Igueldo, an der Westseite der Bucht von Concha. In dem kleinen Holzzug aus dem Jahr 1912 ist der Platz begrenzt, und an stark frequentierten Tagen musst du daher kurz warten, bevor du den Berg hinauffahren kannst. Neben einer tollen Aussicht gibt es auf dem Gipfel einen Vergnügungspark, der ebenfalls aus dem Jahr 1912 stammt und daher viele „altmodische“ Attraktionen bietet.
Vom Igueldo aus kannst du die beiden Strände an der Bucht von Concha sehen: Playa de Ondaretta und Playa de la Concha. Letzterer ist gut 1.300 Meter lang und erstreckt sich bis zur Altstadt. Dank der Bucht liegen diese Strände ziemlich geschützt. Der Strand auf der anderen Seite der Altstadt, Playa de Zurriola, hat höhere Wellen und ist deshalb bei Surfern beliebt.
Zum Parken deines Mietwagens gibt es in San Sebastián verschiedene Tiefgaragen, aber sie sind nicht alle gleich leicht zu finden und zudem eher teuer. Wenn du nicht lange suchen und relativ günstig parken möchtest, fahr zur Tiefgarage am Bahnhof San Sebastián am rechten Ufer des Urumea, nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt. Kostenloses Parken und Weiterfahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist westlich (Parking Igara) und südlich (Parking Illunbe) der Stadt möglich.
Bilbao mag zwar die größte Stadt des Baskenlandes und dessen finanzielles, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum sein, doch Vitoria-Gasteiz ist die offizielle Hauptstadt der autonomen Region. Der Name der Stadt ist eine Kombination aus dem spanischen und dem baskischen Namen. Mit einem Mietwagen fährst du von Bilbao aus in einer Stunde dorthin, aber wir empfehlen dir, dir etwas mehr Zeit zu nehmen und zum Beispiel über Urkiola zu fahren. Die Berge sind fantastisch! Von San Sebastián aus kannst du Zwischenstopps im Naturschutzgebiet Aizkorri-Aratz mit wunderschönen Berggipfeln und Tälern einlegen. Vom malerischen Oñati aus fährst du mit deinem Mietwagen über eine schöne Straße zum Eingang der Arrikrutz-Höhlen. Für eine Führung musst du im Voraus online reservieren.
Vitoria bekommt viel weniger Aufmerksamkeit als die Küstenstädte Bilbao und San Sebastián, aber es ist eine sehr lebendige Stadt und zudem eine der grünsten Städte Europas. Das Casco Viejo hat einige der am besten erhaltenen mittelalterlichen Straßen und Plätze der Region. An Bars mangelt es in diesem historischen Zentrum nicht, und abends geht es dort daher gemütlich lebhaft zu. Allerdings musst du ab und zu ein bisschen bergauf laufen, denn Vitoria liegt auf einem Hügel. Außer wenn du von der Kirche San Pedro zum Kulturzentrum Montehermoso willst – dann kannst du nämlich einen Rollsteig nutzen, der sogar überdacht ist. Etwa zwanzig Mauern in der Stadt sind mit riesigen Wandmalereien verziert, und es gibt einen Rundgang, der an diesen Kunstwerken vorbeiführt.
Etwa 45 Kilometer von Vitoria entfernt, direkt südlich der Bergkette Sierra de Cantabria, liegt Laguardia, die Hauptstadt der Weinregion Rioja Alavesa. Das Städtchen thront hoch oben auf einem Hügel und ist vollständig von einer mächtigen Stadtmauer umgeben, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde, um das Dorf vor Angriffen aus dem benachbarten Kastilien zu schützen. Das historische Zentrum von Laguardia kannst du immer noch ausschließlich über eines der fünf Stadttore betreten. Den Mietwagen musst du außerhalb der Stadtmauer parken. Unter den meisten Häusern befinden sich Weinkeller. An der südlichen Puerta de Mercadal wurden Überreste eines riesigen Wasserreservoirs aus der Eisenzeit gefunden, und vom Torre Abacial aus hast du einen schönen Blick auf die Weinberge rund um das Städtchen.
Laguardia ist der Ausgangspunkt einer Weintour durch die Rioja Alavesa. Auf dieser Route kannst du Weine probieren, die in mittelalterlichen Höhlen gereift sind, bis hin zu Weinen, die mit modernsten Methoden hergestellt wurden. Neben Laguardia gehören Samaniego, Elciego und Labastida zu den mittelalterlichen Dörfern auf dieser Route. Sie sind seit jeher eng mit dem Weinbau und der Weinkultur verbunden. Aber es dreht sich nicht nur alles um Wein – einige Weingüter haben berühmte Architekten beauftragt, außergewöhnliche Gebäude zu entwerfen. Beispiele dafür sind die Bodegas Ysios von Santiago Calatrava und die Bodegas Baigorri von Iñaki Aspiazu Iza.
Wenn du von steilen und kurvenreichen Straßen durch raue Berge und tiefe Schluchten nicht genug bekommen kannst, dann musst du zu den Gipfeln Europas fahren. Es ist eine der schönsten und abwechslungsreichsten Gebirgsketten Spaniens und größtenteils ein Nationalpark: Picos de Europa. Das ist kein Ziel für einen Tagesausflug, mach lieber eine mehrtägige Rundreise daraus. Es bietet alles, was sich Fans von Roadtrips nur wünschen können: kurvenreiche Strecken, herrliche Ausblicke und schöne Orte für Zwischenstopps. Du solltest den Mietwagen auch ab und zu stehen lassen, denn es ist ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger.
Von Bilbao aus fährst du über die Autobahn A-8 in etwa zwei Stunden bis zur Ausfahrt „Picos de Europa“, die auf den Verkehrsschildern deutlich ausgeschildert ist. Über die N-621 fährst du dann weiter in Richtung Südwesten. Schon bald fährst du an den ersten zerklüfteten Bergfelsen vorbei. In Panes musst du dich entscheiden: Mehr oder weniger geradeaus führt es zu den östlichen Picos, rechts geht die Straße nach Cabrales und zu den westlichen Picos.
Geradeaus fährst du am kleinen Fluss Deva entlang, der eine tiefe Schlucht geformt hat. Vom Dorf La Hermida aus gibt es Wander- und Kletterrouten durch diese spektakuläre Schlucht mit steilen Felswänden und der längsten Hängebrücke Spaniens. Nimm in Potes die CA-185 vorbei an wunderschönen Bergdörfern wie Argüebanes und Mogrovejo. Schließlich kommst du nach Fuente Dé, wo du mit einer Seilbahn auf 1.823 Meter Höhe fahren kannst, um eine fantastische Aussicht zu genießen. Von der Aussichtsplattform aus gibt es verschiedene Wanderwege.
Weiterfahren geht es nicht, also musst du zurück nach Potes. Fahre dann weiter nach Süden durch ein wunderschönes Tal, die Vega de Liébana. Diese kurvenreiche Straße ist bei Motorradfahrern sehr beliebt, also pass auf diese Raser auf. Auf dieser Strecke gibt es so viel zu sehen, dass du kaum den Überblick behältst – konzentriere dich also auf das Lenkrad! Es ist ganz praktisch, wenn du hier den Fahrer wechseln kannst und ein Auto gemietet hast, bei dem ein zweiter Fahrer mitversichert ist. So könnt ihr abwechselnd die überwältigend schöne Landschaft in vollen Zügen genießen. Außerdem gibt es unterwegs verschiedene Aussichtspunkte, an denen ihr den Mietwagen kurz anhalten könnt.
Das letzte Stück nach Riaño ist ziemlich flach, aber sobald du in dem Ort angekommen bist, hast du einen tollen Blick auf den gleichnamigen Stausee. Zurück in Richtung Norden fährst du durch die beeindruckende Schlucht „Desfiladero de los Beyos“ ins stimmungsvolle Cangas de Onís. Dieses Dorf ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Gletscherseen „Lagos de Covadonga“, allerdings nur außerhalb der Hochsaison. Zu Ostern, in den Sommermonaten und an bestimmten Wochenenden ist dort so viel los, dass die Straße zu den Seen für Privatfahrzeuge gesperrt ist. Auch die beliebten Wanderrouten Cares, Bulnes, Tielve und Sotres ziehen so viele Besucher an, dass du sie in den Sommermonaten nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kannst. Entlang der Straße Collado Pandébano (für Wanderrouten unter anderem zur Vega de Urriellu) gibt es nur 64 Parkplätze. Sind diese voll, wirst du zurückgeschickt.
Lass dich davon nicht entmutigen. Es gibt verschiedene alternative Routen durch die wunderschönen Berge, und du stehst regelmäßig vor der Wahl, welche du diesmal nehmen wirst. Hier wird klar, warum du einen Mietwagen brauchst: Du bist sehr flexibel und kannst Routen wählen, die dir in dem Moment am schönsten erscheinen. Eines wissen wir sicher: Es wird dich nie enttäuschen.
Im Gegensatz zu anderen spanischen Küstenregionen ist das Baskenland nicht für warmes Wetter bekannt. Mehr noch, es hat den Ruf, dass es dort „immer“ windig ist und regnet, aber das ist stark übertrieben. Es stimmt zwar, dass über das ganze Jahr gesehen viel Regen fällt, aber vor allem außerhalb der Sommermonate. Im Juni, Juli und August lässt es sich in Bilbao bei Tagestemperaturen von etwa 25 Grad Celsius gut aushalten, auch wenn diese manchmal deutlich höher steigen können. Und sollte mal ein Regenschauer fallen: Das ist ein guter Grund, im nächsten Café die Pintxos zu probieren! In den Bergen musst du damit rechnen, dass das Wetter schnell umschlagen kann.
Das Baskenland ist bekannt für sein reiches kulturelles Erbe, seine einzigartige Sprache und seine wunderschönen Landschaften mit grünen Bergen und zerklüfteten Küsten. Du wirst von der Schönheit der Natur begeistert sein und charmante Fischerdörfer, historische Stätten, lebhafte Städte und kulturelle Traditionen genießen, die Jahrhunderte zurückreichen. Außerdem ist die gesamte Region für ihre hervorragende und abwechslungsreiche Gastronomie bekannt. Die beste Art, all das zu erleben und ganz selbst zu entscheiden, wohin du fährst: ein Auto mieten. Mit einem Mietwagen kannst du von Bilbao aus die schönsten Ecken des Baskenlandes entdecken.
Oben haben wir dir Tipps für Tagesausflüge oder Roadtrips ab Bilbao gegeben. Aber warum solltest du an den Ort zurückkehren, an dem du gestartet bist? Das musst du gar nicht, denn du kannst ein Auto auch für eine sogenannte Einwegmiete mieten. Dann holst du den Mietwagen an einem Ort ab und gibst ihn an einem anderen wieder ab. So kannst du eine längere Reise unternehmen, ohne zu deinem Ausgangspunkt zurückzukehren. Eine beliebte Einwegstrecke ab Bilbao führt nach A Coruña an der äußersten Nordwestspitze Spaniens. Du kannst aber auch in die andere Richtung fahren, zum Beispiel über Zaragoza nach Barcelona. Oder wenn du ohnehin schon durch die Weinregion Rioja fährst, warum dann nicht weiter nach Süden, über Burgos zur spanischen Hauptstadt Madrid? Gib in unserem Suchformular einen anderen Ort ein, an dem du deinen Mietwagen zurückgeben möchtest, und wir zeigen dir automatisch die Autos an, bei denen das möglich ist.
Welche Versicherung sollte ich wählen und was hat es mit der Kaution auf sich? Lesen Sie unsere Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps, um sicherzustellen, dass Sie sich für den richtigen Mietwagen entscheiden.