Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026.
Die spanische Hauptstadt Madrid ist ein tolles Ziel für einen Städtetrip, aber warum kombinierst du den nicht mal mit einem Roadtrip durch das wunderschöne spanische Hinterland? Oder mach einfach Tagesausflüge mit einem Mietwagen. Rund um Madrid gibt es jede Menge Sehenswürdigkeiten: schöne historische Städte, alte Ruinen und beeindruckende Natur. Hier erlebst du das authentische Spanien, weit weg vom Massentourismus. Informiere dich vor deiner Abreise über die spanischen Verkehrsregeln.
Im Folgenden beschreiben wir einen Roadtrip mit einem Mietwagen durch die Region Castilla y León nordwestlich der Stadt. Einen Teil der Sehenswürdigkeiten kannst du auch im Rahmen eines Tagesausflugs besuchen. Außerdem haben wir noch sieben weitere Tipps für die schönsten und interessantesten Tagesausflüge rund um die spanische Hauptstadt. Du kannst am Flughafen von Madrid ein Auto mieten, aber auch in der Stadt selbst gibt es viele Anbieter von Mietwagen, zum Beispiel an den Bahnhöfen Atocha und Chamartín sowie rund um die Plaza de Castilla.
Der Name der spanischen Region Kastilien und León leitet sich von zwei historischen Königreichen ab, die im Mittelalter mehrmals getrennt und wieder vereint wurden. Die Gegend wird von relativ wenigen Touristen besucht, und das ist schade, denn wusstest du, dass es dort sage und schreibe elf Weltkulturerbestätten gibt? Außerdem befinden sich dreißig der schönsten spanischen Dörfer (Los Pueblos más Bonitos de España) in Kastilien und León. Neben historischen Sehenswürdigkeiten bietet die Region wunderschöne Natur und – nicht unwichtig, wenn du ein Auto gemietet hast – malerische Routen über kurvenreiche Straßen.
Fangen wir gleich mal mit einem Weltkulturerbe an: dem mittelalterlichen Stadtkern von Alcalá de Henares, etwas östlich von Madrid. Im alten Stadtkern mit seinen verwinkelten, gepflasterten Gassen findest du unter anderem ein maurisches, ein jüdisches und ein christliches Viertel. Deshalb wird Alcalá auch „die Stadt der drei Kulturen“ genannt. Die Stadt ist um die von Bäumen und Rosensträuchern gesäumte Plaza de Cervantes herum angelegt, benannt nach dem Autor des legendären Buches über Don Quijote, der in Alcalá geboren wurde. Das Casa Natal de Cervantes ist übrigens nicht sein echtes Geburtshaus.
Die lange Calle Mayor durch das Zentrum ist eine wunderschöne Einkaufsstraße mit Arkaden auf beiden Seiten und einer Fülle gemütlicher Terrassen. Die Universitätsgebäude aus dem 16. Jahrhundert an der Plaza de San Diego sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Hinter der eleganten Fassade findest du drei Innenhöfe, eine Kapelle und den Hörsaal mit einer wunderschön verzierten Decke im Mudejar-Stil.
Fahre mit deinem Mietwagen von Alcalá aus Richtung Norden und du kommst durch den östlichen Teil des Sistema Central, der Gebirgskette, die die spanische Hochebene in zwei Teile teilt. Dieser östliche Teil heißt Sierra de Guadarrama und die Autobahn A1 verläuft quer hindurch. Wusstest du, dass dies die höchstgelegene Autobahn Europas ist? Allerdings wissen die Spanier nicht ganz genau, wie hoch sie ist: Wenn du dich von Norden her dem Tunnel näherst, steht auf einem Schild, dass der Puerto de Somosierra 1444 Meter hoch ist; kommst du von Süden, sind es 1440 Meter. Wie dem auch sei, es ist eine wunderschöne Gegend und es wäre schade, wenn du hier nur durchrasen würdest, ohne anzuhalten.
Besuch zum Beispiel die außergewöhnlichen Felsformationen in der Gegend von La Pedriza. Die eigenartigen Formen haben den Felsen Namen wie „El Yelmo“ (Der Helm) und „Los Fantasmas“ (Die Geister) eingebracht. Es gibt fast tausend Kletterrouten aller Schwierigkeitsgrade, was das Gebiet zu einem beliebten Ziel für Kletterer macht. Außerdem kannst du dort Greifvögel beobachten, darunter eine Brutkolonie von Gänsegeiern. Aufgrund der Nähe zu Madrid ist dieses Gebiet stark frequentiert. Die wichtigsten Parkplätze werden geschlossen, sobald sie voll sind. Es ist also wichtig, früh hinzufahren, vor allem während der spanischen Schulferien und am Wochenende.
Weiter nördlich liegt der höchste Berg dieser Gegend, der Peñalara (2428 m). Am Fuße dieses Gipfels liegen Gletscherseen. Entlang der M-604 gibt es einen großen Parkplatz, und vom Besucherzentrum aus sind verschiedene Wanderrouten ausgeschildert. Auch im Winter ist die Gegend sehr beliebt, besonders kurz nach einem Schneefall. Der Wasserfall des Stausees Presa del Pradillo ist zwar künstlich angelegt, aber dennoch ein schöner Ort, da er mitten in einem dichten Wald liegt.
250 Kilometer nördlich von Madrid liegt schon wieder eine dieser wunderschönen spanischen Städte mit einer langen Geschichte: Burgos, geprägt von seiner gut erhaltenen mittelalterlichen Architektur. Der Fluss Arlanzón fließt mitten durch die Stadt, und der älteste Teil von Burgos liegt am nördlichen Ufer. Dort steht die riesige gotische Catedral de Santa María, die drittgrößte Kathedrale Spaniens (nach denen in Sevilla und Toledo). Beeindruckend sind die nicht weniger als fünfzehn Kapellen mit faszinierenden goldenen Verzierungen, Statuen und Holzschnitzereien. In der Kathedrale findest du außerdem das Grab des legendären Feldherrn El Cid, eines Nationalhelden. Ein weiteres historisches Gebäude ist die Casa del Cordón, ein Adelspalast aus dem 15. Jahrhundert mit einem wunderschönen Innenhof.
Aber die Altstadt von Burgos ist nicht nur ein Freilichtmuseum. Ganz im Gegenteil, es ist eine unglaublich gemütliche, lebendige Stadt. Auf der zentralen Plaza Mayor und in den Gassen drumherum findest du viele Tapas-Bars und Restaurants. Die kleinen Plätze rund um die Kathedrale stehen dem übrigens in nichts nach.
Nördlich der Stadt liegen die Überreste der Burg von Burgos. Die Burg thronte jahrhundertelang stolz auf einem Hügel, bis die Truppen des französischen Kaisers Napoleon sie bei ihrem Rückzug mit Sprengungen zerstörten. Noch zu sehen ist der sechzig Meter tiefe Brunnen mit einer ebenso tiefen Steintreppe daneben – für die Wartung. Und natürlich hast du vom Hügel aus einen schönen Blick auf Burgos.
Mit einem Mietwagen fährst du in gut anderthalb Stunden von Burgos nach Valladolid, das im 17. Jahrhundert für kurze Zeit die Hauptstadt Spaniens war. Aus diesem Grund wurde mit dem Bau einer Kathedrale begonnen, die die größte des Landes werden sollte. Der Komplex sollte nicht weniger als fünf Türme erhalten. Leider versiegten die Finanzmittel, und so steht heute nur ein Turm. Den kannst du besteigen und hast von dort einen schönen Blick über die Altstadt.
Valladolid hat einige schöne Beispiele der sogenannten kastilischen Spätgotik zu bieten, darunter die Fassaden der Iglesia de San Pablo und des Colegio de San Gregorio. Im Letzteren befindet sich ein interessantes Museum für Bildhauerkunst, das Museo Nacional de Escultura. Wenn du eine Schwäche für alte Karten hast, solltest du das Casa Museo Colón besuchen, das den Entdeckungsreisen von Christoph Kolumbus gewidmet ist. Abends sind die Gebäude wunderschön beleuchtet, und für die spezielle Route entlang dieser „Ríos de Luz“ (Flüsse des Lichts) gibt es eine App.
Reist du mit Kindern? Dann schau dir das Castillo Encantado im Dorf Trigueros an, gleich nördlich von Valladolid. Dieses Schloss wurde in ein zauberhaftes Erlebnis verwandelt – mit spannend beleuchteten Skulpturen von Fabelwesen, Figuren aus Science-Fiction-Filmen, Drachen, Trollen und anderen Gruselgestalten. Nichts für allzu kleine Kinder, denn die könnten sich davor fürchten.
Zwischen Valladolid und Salamanca fährst du durch die Weinregionen Rueda und Toro. Du kannst verschiedene Weingüter besuchen, von denen einige schon jahrhundertealt sind. So ist beispielsweise die Bodegas De Alberto im Dorf Serrada ein Betrieb, der bereits seit 350 Jahren Weine herstellt.
In der Altstadt von Salamanca gibt’s jede Menge zu sehen. Das fängt schon auf der monumentalen Plaza Mayor mit dem Pabellón Real (Königspavillon) an. Die vielen Terrassen rundherum machen diesen Platz zu einem sehr belebten Ort. Von der römischen Brücke aus hast du einen schönen Blick auf die neue Kathedrale, die hoch auf einem Hügel thront. Na ja, „neu“ – mit dem Bau dieser Kirche wurde im 16. Jahrhundert begonnen, aber direkt daneben steht die alte Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert. Ebenfalls sehr schön sind die Gebäude der ältesten Universität Spaniens rund um den Patio de Escuelas.
In Salamanca gibt es unzählige historische Gebäude. Am besten schlenderst du einfach ein bisschen durch die Altstadt – dann stößt du auf ein Juwel nach dem anderen, wie zum Beispiel die Casa de las Conchas (Muschelhaus). Die Casa Lis ist ein Museum, das dem Art déco und dem Jugendstil gewidmet ist. Die Südfassade besteht aus einem riesigen Buntglasfenster, das an sonnigen Tagen wunderschön funkelt. Liebhaber klassischer Autos kommen im Museo de Historia de la Automoción mit seiner fantastischen Sammlung von Automodellen voll auf ihre Kosten.
Es ist eine kleine Autofahrt von Salamanca aus (etwa hundert Kilometer), aber das Naturschutzgebiet Arribes del Duero an der Grenze zu Portugal ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier fließt der Duero (auf Portugiesisch Douro genannt) durch eine tiefe Schlucht und die Aussichten sind phänomenal. Die Bergwände ragen bis zu fünfhundert Meter hoch empor, wodurch die vom Fluss geformten Schluchten die tiefsten Spaniens sind. Steinadler und andere Raubvögel schweben auf der Suche nach Beute durch die Lüfte. Es gibt verschiedene Wander- und Radwege zu spektakulären Aussichtspunkten wie dem Mirador del Fraile und dem Picón de Felipe, von wo aus du auf einen Staudamm blickst. Der Wasserfall Pozo de los Humos ist im frühen Frühling am beeindruckendsten. In der Ortschaft Aldeadávila de la Ribera kannst du Kajaks und Kanus mieten oder den Fluss mit einem Ausflugsboot erkunden.
Auf dem Rückweg vom Duero lohnt sich ein Zwischenstopp im Dorf La Alberca auf jeden Fall. Es ist ein ganz besonderer Ort, der mit seinen Fachwerkhäusern sehr untypisch für Spanien wirkt. Heutzutage ist es ein beliebtes Wochenendziel für Spanier, denn es ist nicht nur ein malerisches Dorf, sondern bietet auch hervorragende Restaurants und traditionelle Tapas-Bars, die noch immer ihr mittelalterliches, dunkles Interieur bewahrt haben.
Das Dorf ist das Tor zum wunderschönen Tal Las Batuecas in den Bergen der Sierra de Francia. Du gelangst dorthin, indem du von La Alberca aus mit deinem Mietwagen nach Süden fährst und über spektakuläre Haarnadelkurven hinunterfährst. Das Fremdenverkehrsamt von Kastilien und León hat eine sehr praktische Website, auf der du aus verschiedenen Wander- und Radrouten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade wählen kannst. Für weitere Informationen kannst du auch das Besucherzentrum „Casa del Parque“ in La Alberca besuchen. Kinder haben viel Spaß im benachbarten Abenteuerpark mit Seilrutschen und Kletterparcours durch den Wald.
La Alberca steht zusammen mit den nahegelegenen Ortschaften Mogarraz und Miranda del Castañar auf der Liste der schönsten spanischen Dörfer. Mogarraz liegt sieben Autokilometer östlich von La Alberca, und auch hier siehst du Fachwerkhäuser in schmalen Gassen und engen Durchgängen. Einzigartig sind die vergrößerten Passfotos an den Wänden. Das sind Porträts, die in den 1960er Jahren aufgenommen wurden, damit alle Einwohner einen offiziellen Ausweis bekommen konnten. Heute ist es eine Kunstgalerie unter freiem Himmel. Miranda del Castañar liegt noch etwas weiter östlich, hoch auf einem Hügel. Ein großer Teil der Festungsmauer aus dem 13. Jahrhundert ist erhalten geblieben, ebenso wie die vier Zugangstore zur mittelalterlichen Stadt.
Etwas mehr als eine Autostunde südöstlich von Salamanca liegt das Städtchen Piedrahíta. Dort beginnt eine herrlich kurvenreiche Landstraße (AV-932) in Richtung der Bergkette Sierra de Gredos. Dabei überquerst du den Peñanegra-Pass auf 1919 Metern Höhe. Der Nordhang dieses Passes ist ein beliebter Startplatz für Drachenflieger und Gleitschirmflieger. Außerdem ist diese Straße eine Herausforderung für Rennradfahrer. Pass also gut auf, denn diese Radfahrer können mit ordentlicher Geschwindigkeit bergabfahren.
Die Landschaft der Sierra de Gredos wurde von Gletschern geformt, die ruhige Bergseen, felsige Kessel-Täler, steile Schluchten und imposante Klippen hinterlassen haben. Hier leben Bergziegen, Geier und Adler. Der höchste Gipfel ist der Almanzor (2.591 m). Die Cuevas del Águila bei dem Ort Ramacastañas sind beeindruckende Tropfsteinhöhlen
Die Altstadt von Ávila wird von einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauern Europas umschlossen, mit nicht weniger als hundert Wachtürmen. Innerhalb der Mauern findest du alte Klöster, romanische Kirchen und Renaissance-Paläste. Die Kathedrale ist in die Stadtmauer integriert und wirkt dadurch eher wie eine Festung als wie eine Kirche. Schon die Römer errichteten eine Mauer um die Stadt, und einige Steine aus dieser Zeit sind noch heute an den Stadttoren Puerta de San Vicente und Puerta del Alcázar zu sehen. Der Ort, an dem einst das römische Forum stand, ist nach wie vor das Herzstück der Altstadt: die unglaublich gemütliche Plaza del Mercado Chico.
Der Parque del Rastro liegt an den südlichen Stadtmauern, dort gibt es auch ein Parkhaus. Eine weitere Möglichkeit, deinen Mietwagen in Ávila zu parken, ist die Tiefgarage an der Plaza del Mercado Grande.
Das letzte Ziel auf diesem Roadtrip ist die historische Stadt Segovia, nur neunzig Kilometer nordwestlich von Madrid und daher auch gut als Tagesausflug von der spanischen Hauptstadt aus zu erreichen. Die Plaza Mayor wird von einer riesigen gotischen Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert dominiert.
Eines der beeindruckendsten Überreste aus der Römerzeit ist das Aquädukt von Segovia. Man kann nicht anders, als Ehrfurcht vor diesem architektonischen Meisterwerk aus dem ersten Jahrhundert zu empfinden. Das Aquädukt endet am wunderschön restaurierten Alcázar, dessen Türmchen an ein Schloss aus einem Disney-Märchen erinnern. Es war nicht nur eine Festung, sondern auch der Wohnpalast verschiedener kastilischer Herrscher. Den massiven Turm von Johann II. kannst du besteigen. Rund um diesen Hügel gibt es verschiedene Stellen, zu denen du mit deinem Mietwagen fahren kannst, um einen schönen Blick auf dieses Schloss zu genießen. Zum Beispiel in der Nähe des wunderschönen Klosters Santa María del Parral nördlich der Stadt. Im Kloster selbst finden Führungen statt, die um 11:00 und 17:00 Uhr beginnen, allerdings nicht montags und dienstags.
Genau wie in anderen alten Städten solltest du am besten einfach ein bisschen durch das Casco Antiguo von Segovia schlendern, denn nur so entdeckst du nette, versteckte Ecken. Dein Mietwagen findet Platz in der Tiefgarage am Kreisverkehr direkt vor dem Aquädukt.
Einige der oben genannten Ziele lassen sich auch gut im Rahmen eines Tagesausflugs von Madrid aus erreichen, zum Beispiel Alcalá de Henares, die Sierra de Guadarrama, Ávila und Segovia. Aber es gibt noch weitere tolle Ausflüge, die du unternehmen kannst, wenn du in der spanischen Hauptstadt ein Auto gemietet hast. Wir haben die schönsten Sehenswürdigkeiten rund um Madrid für dich zusammengestellt.
Etwa fünfzig Kilometer südlich von Madrid liegt eine königliche Residenz wunderschön am Ufer des Flusses Tajo. Dieser Palacio de Aranjuez ließ König Philipp II. 1560 errichten, als Spanien auf dem Höhepunkt seiner Macht stand. Im Museo de la Vida erfährst du mehr über den Alltag am spanischen Hof in diesem Palast, der vor allem im Frühling genutzt wurde. Mindestens genauso beeindruckend wie die Räume und die Ausstattung des Palasts sind die umliegenden Gärten. Auf den Alleen durch diese Gärten schlenderst du an Statuen, Springbrunnen und Lauben in verschiedenen Stilen vorbei. Im Jardín de la Isla sind einige Bäume jahrhundertealt. Wenn du keine Lust zum Laufen hast, kannst du im weitläufigen Jardín del Príncipe mit einem kleinen Zug fahren.
Wir haben die Sierra de Guadarrama oben bereits als ersten Halt auf der Rundreise ab Madrid erwähnt, aber wir möchten das Tal Alto del Lozoya hier noch einmal gesondert als Ziel für einen Tagesausflug hervorheben. Hier vereinen sich beeindruckende Natur und interessantes historisches Erbe. Es gibt verschiedene Wanderrouten durch dieses Naturschutzgebiet. So kannst du zum Beispiel zum Wasserfall Cascada del Purgatorio wandern oder den Pico Peñalara besteigen. Außerdem führt ein Weg am Stausee Riosequillo entlang. Am Ufer dieses Sees, etwas außerhalb des mittelalterlichen Städtchens Buitrago del Lozoya, liegt ein riesiges Freibad mit einer Länge von sage und schreibe 220 Metern. Auf den beiden Stauseen im Tal kannst du verschiedene Wassersportarten ausüben: Segeln, Stand-up-Paddling, Kajakfahren und Kanufahren. Am Wasserfall „Cascada de Somosierra“ ist Abseilen möglich.
Rund um das hochgelegene Dorf Rascafría gibt es mehrere Parkplätze. Dieses Dorf liegt an einem kleinen Bach, dem Arroyo del Artiñuelo, der im frühen Frühling ein wild fließender Fluss ist. Entlang dieses Gewässers gibt es verschiedene Terrassen. Etwas südlich des Dorfes steht das Kloster El Paular aus dem 14. Jahrhundert, umgeben von wunderschöner Natur. Bei einer Führung geht es nicht nur um die jahrhundertealte Geschichte des Klosters – ein Teil der Räumlichkeiten ist für wechselnde Ausstellungen moderner Kunst eingerichtet. Bei der Buchung einer Führung wirst du gefragt, ob du einen Parkplatz benötigst, und gibst das Kennzeichen deines Mietwagens an.
In dieser Gegend gibt es verschiedene schöne Routen zum Fahren. Eine der schönsten ist die Straße von Lozoya nach Navafría, offiziell die M-637. Während du durch dichte Kiefernwälder bergauf fährst, hast du an verschiedenen Stellen einen herrlichen Blick auf den Stausee Pinilla. Unterwegs gibt es mehrere Möglichkeiten, deinen Mietwagen zu parken und einen Spaziergang zu machen oder ein Picknick zu genießen. Kurz vor Navafría wurde eine alte Kupferschmelze in ein sehr schönes ethnografisches Museum umgewandelt, in dem du sehen kannst, wie Kupfer früher zu allerlei Gebrauchsgegenständen verarbeitet wurde. In der Umgebung dieses Dorfes kannst du wunderschöne Ausflüge zu Bächen, Wasserfällen und natürlichen Badestellen unternehmen.
In dem einst verlassenen Dörfchen Patones de Arriba gibt es tolle kleine Restaurants. (Foto: https://unsplash.com/@elenafzhz)
Es hätte nicht viel gefehlt, und Patones de Arriba wäre zu einem verlassenen Dorf geworden, das langsam zu einer Ruine verfallen wäre. Gerade noch rechtzeitig wurden die einzigartige Schönheit und die kulturelle Bedeutung des Ortes erkannt, und das Dorf erhielt den Status eines denkmalgeschützten Ortes. Heute ist es wieder voller Leben, nicht zuletzt, weil es bei den Madrilenen als beliebtes Wochenendausflugsziel gilt. Die Häuser aus Schiefer liegen an steilen Gassen, und bei vielen Häusern sieht man noch traditionelle Holzöfen, in denen früher Brot gebacken wurde. Von den ehemaligen Dreschplätzen aus hat man einen schönen Blick auf dieses alte Dorf.
Spanische Städte und Dörfer haben fast immer eine Plaza Mayor, aber die von Chinchón ist etwas ganz Besonderes. Zum einen ist sie nicht rechteckig, wie andere zentrale Plätze, aber das Besondere sind vor allem die mittelalterlichen Häuser drum herum mit ihren grün gestrichenen Holzbalkonen. An Sommerabenden herrscht dort eine tolle Atmosphäre mit vollen Terrassen und wunderschön beleuchteten Balkonen. Auf dem Platz finden regelmäßig Veranstaltungen statt, darunter Stierkämpfe. Wenn du ein Auto gemietet hast, fährst du in etwa einer Stunde von Madrid nach Chinchón. Nordöstlich der Altstadt gibt es einen großen, aber unbefestigten Parkplatz.
Von einer alten Kirche ist nur noch der Glockenturm, der „Torre del Reloj“, übrig geblieben. Vom kleinen Platz daneben hast du einen tollen Blick über die Stadt und die Burgruine. Die heutige Kirche wurde im 19. Jahrhundert fertiggestellt und dort kannst du ein großartiges Gemälde von Francisco de Goya bewundern: „La Asunción de la Virgen“.
Im Straßenbild von Toledo erkennt man die maurischen Einflüsse: schmale, verwinkelte Gassen, genau wie in den Medinas arabischer Städte. Und genau wie in vielen anderen Städten Spaniens entstand die christliche Kathedrale auf den Fundamenten einer islamischen Moschee. Diese Kathedrale ragt hoch über die Stadt hinaus und ist ein Stilmix. Die Kirche verfügt über eine reichhaltige Sammlung von Skulpturen und Gemälden, unter anderem von El Greco („Der Grieche“), der sich 1577 in Toledo niederließ, um dort bis zu seinem Tod zu leben und zu arbeiten. Das Haus, in dem er wohnte, existiert nicht mehr, aber die Einrichtung wurde in einem anderen Wohnhaus aus dem 16. Jahrhundert nachgebildet. Daneben gibt es einen moderneren Teil mit einigen Werken von El Greco, darunter das faszinierende „Vista y plano de Toledo“.
Auf diesem Gemälde ist der Álcazar deutlich zu erkennen, der heute ein Militärmuseum ist. Das Museum ist einen Besuch wert, wenn du dich für antike Schwerter, Kanonen und andere Waffen interessierst. Von dem Hügel, auf dem das Museum steht, hast du einen herrlichen Blick über Toledo. Auch von der alten Brücke Puente de Alcántara aus hast du einen schönen Blick auf die höher gelegene Stadt. Toledo ist von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben und die Stadttore sind alle beeindruckend. Wenn du mit deinem Mietwagen über die kleinen Straßen auf der anderen Seite des Tajo fährst, kommst du an schönen Aussichtspunkten vorbei. Ein absolutes Muss bei Sonnenuntergang!
Über die Autobahn fährst du in weniger als zwei Stunden nach Cuenca, das für seine „casas colgadas“ (hängenden Häuser) bekannt ist. Aber warum nimmst du dir nicht einfach Zeit und fährst über Nebenstraßen? Egal, welche Route du wählst, Cuenca ist eine Stadt, die du dir nicht entgehen lassen solltest. Sie liegt hoch auf einem Felsen und von der Unterstadt aus ist es ein ziemlicher Aufstieg. Von den hängenden Häusern sind nur noch vier übrig, und eigentlich sind es gar nicht die Häuser selbst, sondern die Balkone und Erker, die über einem Abgrund hängen. Den schönsten Blick auf diese Häuser hast du von der Fußgängerbrücke Puente de San Pablo aus, aber dort kann es ziemlich voll sein. Unter der Brücke sind viel weniger Leute, und der Blick auf die hängenden Balkone ist dort vielleicht sogar noch spektakulärer.
Die Stadt hat viel mehr zu bieten als nur diese hängenden Häuser: von den farbenfrohen Gebäuden und der imposanten Kathedrale an der Plaza Mayor bis hin zur gemütlichen Calle Alfonso VIII und den Ruinen der Burg mit einem fantastischen Ausblick.
Wenn du mit deinem Mietwagen nach Cuenca gefahren bist, willst du dir das Naturschutzgebiet nordöstlich der Stadt sicher nicht entgehen lassen. Dieser „Parque Natural de la Serranía de Cuenca“ ist atemberaubend schön: faszinierende Felsformationen, tiefe Schluchten, wild rauschende Flüsse und Wasserfälle. Viele Felsen haben einen Namen. Zum Beispiel „El Ventano del Diablo“ (Das Fenster des Teufels) hoch über dem Fluss Júcar. „La Ciudad Encantada“ (Die verzauberte Stadt) besteht aus seltsam geformten, fast magischen Felsen, die vor etwa neunzig Millionen Jahren entstanden sind, als dieses Gebiet noch ein tiefes Meer war.
Cuenca und das Naturschutzgebiet Serranía liegen etwa auf halber Strecke zwischen Madrid und Valencia und sind daher ein willkommener Zwischenstopp auf der Reise zwischen diesen beiden Städten. Wusstest du, dass du ganz einfach ein Auto in einer Stadt mieten und es an einem anderen Ort wieder abgeben kannst? Das nennt man Einwegmiete und lässt sich ganz einfach organisieren. Gib einfach in unserem Suchformular einen anderen Rückgabestandort an, und wir zeigen dir nur die Autos an, bei denen diese Kombination möglich ist. Wenn du nach Valencia fährst, könnten dir vielleicht unsere 11 schönsten Tagesausflüge rund um Valencia helfen. Andere beliebte Einweg-Ziele ab Madrid sind:
Welche Versicherung sollte ich wählen und was hat es mit der Kaution auf sich? Lesen Sie unsere Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps, um sicherzustellen, dass Sie sich für den richtigen Mietwagen entscheiden.