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3. August 2026

Unvergessliche Roadtrips oder Tagesausflüge durch Nordgriechenland

Miete dir in Thessaloniki ein Auto und entdecke das „andere“ Griechenland

Die unzähligen griechischen Inseln sind beliebte Reiseziele, aber manche Orte sind mittlerweile ziemlich überlaufen. Deshalb ist es kein Wunder, dass immer mehr Reisende nach einer Alternative suchen – und da rückt der Norden Griechenlands schnell ins Blickfeld. Denn dieser Teil des Landes ist touristisch viel weniger erschlossen und bietet fantastische Natur, kombiniert mit Überresten aus der griechischen Antike und anderen Sehenswürdigkeiten, darunter authentische Dörfer. Für das beste Erlebnis mietest du dir ein Auto, denn dann musst du nicht auf Bus oder Zug warten und kannst außerdem ganz selbst bestimmen, wohin und wann du fährst. Lies dir unsere Vorschläge unten durch – wir hoffen, dass wir dich dazu inspirieren können, die Sehenswürdigkeiten in Nordgriechenland mit einem Mietwagen zu entdecken!

Thessaloniki bei Nacht
(Foto: https://unsplash.com/@theovrak)

Thessaloniki

Thessaloniki präsentiert sich als die zweite Hauptstadt Griechenlands, ist aber viel weniger überlaufen als die offizielle Hauptstadt Athen. Die Stadt strotzt nur so vor historischen Gebäuden, von denen einige zum Weltkulturerbe gehören, darunter das Wahrzeichen der Stadt, der Weiße Turm. Dieser Turm wurde im 15. Jahrhundert von den Osmanen als Verteidigungsanlage erbaut, heute ist er ein interaktives Museum, in dem du mehr über die Geschichte von Thessaloniki erfährst. Über eine bequeme Treppe gelangst du nach oben, und jede der sechs Etagen ist einem anderen Thema gewidmet. Von ganz oben hast du einen schönen Blick auf die Stadt und das Meer.

Die berühmte Promenade von Thessaloniki beim Weißen Turm.
Die berühmte Promenade von Thessaloniki beim Weißen Turm. (Foto: https://unsplash.com/@stefanthess)

Die Oberstadt (Ano Poli) ist noch teilweise von Stadtmauern umgeben und mit ihren traditionellen alten Häusern und schmalen, gepflasterten Gassen richtig gemütlich. Die Festung Heptapyrgion wurde in byzantinischer Zeit erbaut, später aber von den Osmanen verstärkt und war noch bis vor kurzem (bis 1990) als Gefängnis in Betrieb. Der Triumphbogen des römischen Kaisers Galerius und die nahegelegene Rotunde stammen beide aus dem frühen vierten Jahrhundert. Eingeklemmt zwischen modernen Wohnblocks stehen die Überreste des Palasts von Galerius, und dasselbe gilt für das Römische Forum. Dieses Forum wurde zufällig entdeckt, als dieser Ort in den 1960er Jahren als Standort für ein neues Rathaus ausgewählt wurde. Heute ist es die größte archäologische Stätte von Thessaloniki mit einem besonders interessanten Museum im Untergeschoss.

Entlang des Wassers des Golfs von Thessaloniki verläuft eine breite und enorm lange Promenade, die Nea Paralia. Vor allem abends schlendern die Einwohner gerne am Wasser entlang, aber man kann sich dort auch auf vielen Terrassen niederlassen. Hinter dem Fährhafen am Anfang der Promenade liegt das gemütliche Ausgehviertel Ladadika.

Halbinsel Chalkidiki

Schon bevor du die „drei Finger“ von Chalkidiki erreichst, stößt du auf schöne Strände, wie hier bei Kallikrateia.
Schon bevor du die „drei Finger“ von Chalkidiki erreichst, stößt du auf schöne Strände, wie hier bei Kallikrateia. (Foto: https://unsplash.com/@reiseuhu)

Thessaloniki ist ein perfekter Ausgangspunkt für Tagesausflüge oder eine mehrtägige Reise mit dem Mietwagen zur Halbinsel Chalkidiki, südöstlich der Stadt. Dort findest du kilometerlange Sandstrände, alte Klöster und noch viel mehr. Die Halbinsel hat eine besondere Form mit drei langgestreckten „Fingern“ an der Südseite: Kassandra, Sithonia und Athos. Die Strände von Kassandra ziehen vor allem ein junges Publikum an, Sithonia richtet sich eher an Familien und Outdoor-Sportler. Athos ist etwas Besonderes, denn es ist eine autonome Klosterrepublik, und nur männliche Besucher dürfen sie in sehr begrenztem Umfang und ausschließlich per Boot besuchen.

Berg Chortiatis

Östlich von Thessaloniki siehst du den Gipfel des Berges Chortiatis (1201 m). Du kannst auf einer gut asphaltierten Straße ein gutes Stück den Berg hinauffahren, bis du zu einem „Antennenwald“ kommst. Die Straße führt zwar noch weiter nach oben, aber dort darfst du nicht fahren, da es sich um Militärgelände handelt. Keine Sorge, denn schon von hier aus hast du einen fantastischen Blick auf die Umgebung. Wir empfehlen dir, denselben Weg zurückzufahren, denn die Straße, die an der Nordseite des Berges hinunterführt, ist an manchen Stellen sehr steil und nicht asphaltiert. Denk daran, dass du auf so einer Schotterstraße auf eigene Gefahr fährst, da in den Geschäftsbedingungen aller Autovermieter steht, dass du auf solchen Straßen nicht fahren darfst.

Auf der gesamten Halbinsel Chalkidiki gibt es viele Wehrtürme aus byzantinischer Zeit.
Auf der gesamten Halbinsel Chalkidiki gibt es viele Wehrtürme aus byzantinischer Zeit. (Foto: https://unsplash.com/@funky_f)

Petralona-Höhle

Wenn du mit deinem Mietwagen von Thessaloniki aus über die A24 Richtung Süden fährst, siehst du nach etwa fünfzig Kilometern die Abzweigung zur Petralona-Höhle (griechisch: Πετραλώνα). Sie ist nicht nur ein beeindruckendes Schauspiel aus wunderschön beleuchteten Stalagmiten und Stalaktiten, sondern hat auch eine interessante Geschichte. Hier wurde einer der ältesten und am besten erhaltenen menschlichen Schädel Europas entdeckt, zusammen mit Werkzeugen aus der Steinzeit und prähistorischen Tierfossilien. Während der Führung erzählen dir die Führer von dieser faszinierenden Geschichte, und im dazugehörigen Museum erfährst du noch mehr darüber.

Vom Parkplatz aus sind es etwa siebenhundert Meter zu Fuß bis zur Höhle, aber für 3 Euro kannst du auch in einen kleinen Zug einsteigen.

Halbinsel Kassandra

Streng genommen ist Kassandra keine Halbinsel, sondern eine Insel, denn du fährst über einen Kanal, der sie vom Festland trennt. Entlang dieses Kanals siehst du Überreste einer Verteidigungsmauer, die den Zugang zur Halbinsel blockieren sollte. Dieser Kanal wurde wahrscheinlich zu der Zeit gegraben, als dieser Teil Griechenlands unter die Herrschaft des Königs von Mazedonien fiel.

Der weitläufige, wunderschöne Sandstrand von Kap Possidi an der Westküste der Halbinsel Kassandra.
Der weitläufige, wunderschöne Sandstrand von Kap Possidi an der Westküste der Halbinsel Kassandra.

Der Badeort Nea Fokea hat nicht nur wunderschöne Sandbuchten, sondern auch einen perfekt erhaltenen Wehrturm aus dem frühen 15. Jahrhundert. Daneben steht eine schlichte kleine Kirche, die dem Apostel Paulus gewidmet ist, der sich angeblich in einer Höhle darunter versteckt haben soll. Fahr mit deinem Mietwagen ein Stück weiter nach Süden und du kommst nach Afytos, dem vielleicht schönsten Städtchen der Halbinsel. Von hier aus fährst du an einem Sandstrand nach dem anderen vorbei bis zum Ort Chrousou. Einer der Badeorte an dieser Küste, Pefkochori, bietet an Sommerabenden einen lebhaften Markt mit handgefertigtem Schmuck, Textilien und Keramik. An der Westküste von Kassandra gibt es einen ganz besonderen Strand, das Kap Possidi, eine sandige Landzunge, die weit ins Meer hineinragt.

Wie wir oben bereits geschrieben haben, zieht Kassandra vor allem junge Leute an, und in den Sommermonaten gibt es daher ein pulsierendes Nachtleben, besonders an der Ostküste.

Halbinsel Sithonia

Der Strand von Kavourotrypes auf der Halbinsel Sithonia.
Der Strand von Kavourotrypes auf der Halbinsel Sithonia. (Foto: https://unsplash.com/@dimeloper)

Auch die Halbinsel Sithonia hat endlose Strände, aber es geht dort etwas entspannter zu als auf Kassandra, und außerdem gibt es dort höhere Berge, die von ausgedehnten Wäldern bedeckt sind. Hier lässt es sich wunderbar mit dem Mietwagen über die kurvigen Straßen fahren. Neben Schwimmen und Wassersport kannst du auf dieser Halbinsel toll wandern, reiten und Mountainbike fahren. Wenn du neben dem Faulenzen am Strand auch etwas Aktiveres unternehmen möchtest, ist Sithonia das ideale Reiseziel.

Die Stadt Neos Marmaras hat zwei wunderschöne Strände, aber es gibt auch schöne Wege durch die bewaldeten Hügel entlang der Küste, die sogenannten Sithonia Trails. Es wurden fünfzehn Routen ausgewiesen, deren Länge von 700 Metern bis zu fast zwölf Kilometern reicht. Du wanderst durch herrliche Natur und kommst unterwegs an malerischen, alten Dörfern vorbei, die einen Einblick in das traditionelle griechische Landleben bieten.

Die Bucht von Vourvourou ist das Kronjuwel der Ostküste. Vor der Küste liegen neun Inseln, die du mit einem Motorboot oder Kajak erreichen kannst. Es macht großen Spaß, von Insel zu Insel zu fahren oder durch die sogenannte Blue Lagoon zu paddeln.

Die Halbinsel Sithonia ist ruhiger und grüner als Kassandra.
Die Halbinsel Sithonia ist ruhiger und grüner als Kassandra. (Foto: https://www.pexels.com/@724205709/)

Porto Koufo hat den tiefsten Naturhafen Griechenlands, dessen Eingang fast versteckt zwischen hohen Klippen liegt. Auch hier bieten die umliegenden Hügel tolle Wanderwege mit atemberaubenden Ausblicken aufs Meer.

Der Badeort Sarti verbindet wunderschöne Strände mit einem atemberaubenden Blick auf die Halbinsel Athos und den gleichnamigen Berg, der aus dem Meer emporragt. Wer früh aufsteht, wird mit einem unvergesslichen Sonnenaufgang belohnt.

Halbinsel Athos

Der imposante Berg Athos an der südlichsten Spitze der gleichnamigen Halbinsel.
Der imposante Berg Athos an der südlichsten Spitze der gleichnamigen Halbinsel. (Foto: https://unsplash.com/@stratiev_1974)

Wie wir oben schon geschrieben haben, ist es sehr schwierig, eine Genehmigung für den Besuch der Klostergemeinschaften auf der Halbinsel Athos zu bekommen. Und Frauen dürfen dort überhaupt keinen Fuß hineinsetzen. Was aber möglich ist, ist eine Bootsfahrt entlang der Küste, um so einen Teil der geheimnisvollen Klöster aus der Ferne zu sehen – und auch den beeindruckenden Berg Athos an der südlichen Spitze der Halbinsel. Die meisten Bootsfahrten starten in Ouranoupoli. Dieser Badeort hat einen schönen Strand, der von einem beeindruckenden byzantinischen Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert begrenzt wird.

Roadtrip durch Nordgriechenland

Wenn du nicht unbedingt auf der Suche nach Meer und Strand bist, dann unternimm doch von Thessaloniki aus einen tollen Roadtrip mit einem Mietwagen durch Nordgriechenland. Nordgriechenland bietet atemberaubende Landschaften und eine faszinierende Mischung aus griechischen, mazedonischen und osmanischen Einflüssen. Das gute Straßennetz macht es ideal, ein Auto zu mieten und auf eigene Faust authentische Dörfer, alte Ruinen und unberührte Natur zu entdecken.

Wenn du mit deinem Mietwagen durch Nordgriechenland fährst, kommst du an unzähligen griechisch-orthodoxen Kirchen vorbei.
Wenn du mit deinem Mietwagen durch Nordgriechenland fährst, kommst du an unzähligen griechisch-orthodoxen Kirchen vorbei. (Foto: https://unsplash.com/@amfiloxia_68)

Wir geben dir unten ein paar Vorschläge, aber das ist bei weitem keine vollständige Auflistung der Sehenswürdigkeiten im Norden Griechenlands. Du musst übrigens keine komplette Rundreise daraus machen – einige dieser Ziele kannst du ganz einfach im Rahmen eines Tagesausflugs mit einem Mietwagen von Thessaloniki aus erreichen.

Veria / Aigai

Etwa eine Autostunde westlich von Thessaloniki liegt Veria, eine Stadt mit einer reichen Geschichte. Die Hauptattraktion ist das kleine, aber interessante historische jüdische Viertel, das als Barbouta bekannt ist. Wenn du durch die engen Gassen mit den typischen Häusern im mazedonischen Stil schlenderst, fühlst du dich in die Vergangenheit zurückversetzt. Die Synagoge und das dahinter liegende religiöse Badehaus bilden das Herz des Viertels. Gleich nördlich davon liegt ein weiteres historisches Viertel mit alten Häusern und einer fast tausend Jahre alten Kirche: Panagia Dexia. Und natürlich gibt es auch im Stadtzentrum Viertel mit engen, gepflasterten Gassen und historischer Architektur, wie die Viertel Kyriotissa und Makariotissa, die voller byzantinischer Kapellen sind.

An der Restaurierung des Palasts, in dem Alexander der Große zum König gekrönt wurde, wird immer noch gearbeitet.
An der Restaurierung des Palastes, in dem Alexander der Große zum König gekrönt wurde, wird noch immer gearbeitet. (Foto: https://www.pexels.com/@livadask/)

Das kleine Archäologische Museum von Veria zeigt Fundstücke aus der Blütezeit des makedonischen Königreichs. Viel interessanter sind jedoch die makedonischen Ausgrabungsstätten in Vergina, zwölf Kilometer südöstlich von Veria. Dort findest du die Königsgräber von Aigai, wie Vergina früher hieß. Es handelt sich um eine beeindruckende unterirdische Anlage, in der bedeutende Funde und wunderschöne Fresken ausgestellt sind. Die Schätze vermitteln einen Eindruck von der Pracht und dem Glanz in der Blütezeit der Stadt Aigai. Zu sehen sind unter anderem das Grabmal und andere persönliche Besitztümer des makedonischen Königs Philipp II., des Vaters von Alexander dem Großen. Weiter südlich findest du die Überreste des Palasts, in dem Alexander zum König gekrönt wurde.

Möchtest du mit deinem Mietwagen noch mehr in der Umgebung der Stadt erkunden? Dann lade dir die 5 Routen rund um Veria herunter, die das Fremdenverkehrsamt für dich zusammengestellt hat.

Edessa-Wasserfälle

Am größten Wasserfall von Edessa kannst du hinter ihm entlanggehen.
Am größten Wasserfall von Edessa kannst du hinter ihm entlanggehen.

Fast fünfzig Kilometer nördlich von Veria liegt das Städtchen Edessa, das für die höchsten Wasserfälle Griechenlands bekannt ist. Mehrere Wege, Treppen und kleine Brücken führen zum wichtigsten Wasserfall. Das Highlight ist, dass du hinter dem Wasservorhang entlanglaufen kannst. Steige anschließend den Weg hinunter bis zu der Stelle, an der das Wasser auf die Felsen trifft und einen doppelten Wasserfall bildet, der unten zwei Wasserbecken entstehen lässt. Am besten besuchst du die Wasserfälle im Frühling, wenn sie am kraftvollsten sind und die umliegenden Gärten vor Farben nur so strotzen.

Schlendere in der Stadt selbst durch das historische osmanische Viertel Varosi mit seinen charmanten engen Gassen und der traditionellen Architektur.

Kastoria

Das idyllische Kastoria liegt auf einer kleinen Halbinsel im Orestiada-See.
Das idyllische Kastoria liegt auf einer kleinen Halbinsel im Orestiada-See. (Foto: https://unsplash.com/@alexmour)

Der letzte Abschnitt der Strecke zwischen Edessa und Kastoria schlängelt sich durch das Verno-Gebirge. Genieße die dicht bewaldeten Hänge um dich herum in vollen Zügen! Kastoria ist ein Reiseziel, das ein bisschen abseits der ausgetretenen Pfade liegt. Aber ist das nicht genau der Grund, warum du dir in Thessaloniki ein Auto gemietet hast – um genau solche Orte zu entdecken? Kastoria liegt auf einer schmalen Halbinsel, die in den Orestiada-See hineinragt. Es liegt auf einer Landenge zwischen zwei Bergen, aber auch in der Stadt selbst sind die Höhenunterschiede beträchtlich. Mach dich auf viele Treppen gefasst, um die schönsten Ecken zu entdecken! Zum Beispiel das Folkloremuseum in einem alten Haus in einer der engen Gassen der Altstadt. Das Haus allein ist schon einen Besuch wert, aber du erfährst dort auch mehr über das Leben in früheren Zeiten.

An der Südseite von Kastoria führt eine Straße am See entlang zur Drachenhöhle. Nicht die größte Tropfsteinhöhle Griechenlands, aber eine wunderschöne, mit sieben unterirdischen Seen. Alternativ kannst du den Weg nehmen, der über den Berg führt und von dem aus du mehrere schöne Aussichtspunkte hast.

Prespes-Nationalpark

Die Prespa-Seen entdeckst du erst richtig, wenn du den Mietwagen stehen lässt und ein Boot mietest.
Die Prespa-Seen entdeckst du erst richtig, wenn du den Mietwagen stehen lässt und ein Boot mietest. (Foto: https://www.pexels.com/@thanos-metallinos-374584351/)

Wenn du von Kastoria aus nach Norden fährst, kommst du nach Lefkonas und zum Prespa-Nationalpark, der aus zwei Seen und dem umliegenden Gebiet besteht. Der große Prespa-See wird von Griechenland, Nordmazedonien und Albanien gemeinsam genutzt. Der kleinere Prespa-See liegt fast vollständig auf griechischem Gebiet. Die Abzweigung nach Prespes ist deutlich ausgeschildert, gleich hinter dem Dorf Trigono. Am Ende der EO15 kommst du an eine T-Kreuzung: rechts geht es nach Agios Germanos, links zu den Prespa-Seen.

Diese Seen bilden ein wunderschönes Naturschutzgebiet, in dem vor allem Vogelbeobachter auf ihre Kosten kommen. Ein absolutes Muss ist es, in Psarades ein Boot zu mieten, mit dem du an den Felsen an der Südseite des kleinen Prespa-Sees entlangfährst. In diese Felsen sind byzantinische Kapellen gehauen und es gibt Felsmalereien zu sehen. Auch wenn du dich nicht für Religion interessierst, machen die Klettertouren durch die Felsen Spaß, sind aber manchmal ziemlich steil!

Von Agios Germanos aus kannst du Berge besteigen und wirst mit fantastischen Ausblicken auf die beiden Prespa-Seen belohnt.

Nationalpark Nord-Pindos

Auf dem Weg nach Konitsa fährst du mit deinem Mietwagen durch den nördlichen Teil des Pindos-Gebirges.
Auf dem Weg nach Konitsa fährst du mit deinem Mietwagen durch den nördlichen Teil des Pindos-Gebirges. (Foto: https://unsplash.com/@digitaldev)

Für den Rest deines Roadtrips durch Nordgriechenland musst du auf derselben Strecke zurück nach Kastoria fahren. Oder du fährst mit deinem Mietwagen direkt von Kastoria nach Konitsa – eine Strecke von etwa hundert Kilometern, wenn du die direkte Route nimmst, oder etwas länger über die EO20. Beide Routen führen durch den nördlichen Teil des beeindruckenden Pindos-Gebirges.

Kurz vor Konitsa hast du herrliche Ausblicke auf die Täler und Berge des Nationalparks Nord-Pindos. Verpasse auf keinen Fall die Abzweigung zu einer historischen kleinen Brücke. Von der Straße entlang des Tals aus ist sie nicht zu sehen, da die Brücke viel tiefer liegt. Achte auf die kleine Treppe mit Holzgeländern, die nach unten führt.

Die alte Steinbogenbrücke bei Konitsa im Norden Griechenlands.
Die alte Steinbogenbrücke bei Konitsa im Norden Griechenlands. (Foto: https://unsplash.com/@digitaldev)

Gleich südlich von Konitsa findest du ein noch schöneres Beispiel für so eine alte Brücke, und der Fluss dort ist im Sommer ein beliebter Ort zum Planschen. Außerdem kannst du hier eine Wanderung durch die Schlucht des Flusses Aoos zu einem Kloster aus dem 16. Jahrhundert starten.

Konitsa ist ein sehr gemütliches Dörfchen, das an steilen Hängen erbaut wurde. Die Hauptstraße schlängelt sich bergauf und führt weiter zum Dorf Elefthero. Unterwegs fährst du an einem Wasserfall vorbei, der direkt neben der Straße liegt. Besonders beeindruckend ist das im Frühling, wenn der Schnee schmilzt. Du befindest dich hier in den wilden Bergen des Nationalparks, mit herrlich kurvigen Straßen entlang von Seen, Klöstern, noch mehr alten Brücken und versteckten Dörfern. Diese kurvigen Straßen sind nicht gerade die einfachsten, aber mehr als lohnenswert. Lass deinen Mietwagen auch mal stehen, denn es gibt jede Menge Möglichkeiten, aktiv zu werden: Wandern, Klettern, Kanu- und Kajakfahren, Rafting, Mountainbiken, Reiten und Paragliding.

Etwas südlich von Konitsa liegt die Vikos-Schlucht, ein Beweis für die fast unvorstellbare Schönheit der Natur und eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands. Diese Schlucht steht im Guinness-Buch der Rekorde als tiefste Schlucht im Verhältnis zu ihrer Breite. Man würde daher erwarten, dass Tausende von Touristen mit ihren Kameras die vielen Aussichtspunkte stürmen, aber das ist nicht der Fall.

Die dramatischen, steilen Felswände der Vikos-Schlucht im Pindos-Gebirge.
Die dramatischen, steilen Felswände der Vikos-Schlucht im Pindos-Gebirge. (Foto: https://unsplash.com/@hansjurgen007)

Es gibt verschiedene Ausgangspunkte für die Wanderung durch diese Schlucht, aber die meisten Leute starten im Dorf Monodendri. Das Zentrum ist verkehrsfrei, also park dein Mietauto am Dorfrand. Der Weg zur Schlucht beginnt am kleinen zentralen Platz und ist gut ausgeschildert. Wenn du bis nach Vikos wanderst, brauchst du etwa fünf bis sechs Stunden; länger, wenn du unterwegs ab und zu eine Pause einlegst und die Natur genießt. In Vikos kannst du ein Taxi zurück nach Monodendri nehmen. Keine Lust zu laufen? Dann fahr mit deinem Mietwagen zum herrlichen Aussichtspunkt Oxya, der nur eine Viertelstunde Fahrt nördlich von Monodendri liegt. Nach einem kurzen Spaziergang von dreihundert Metern blickst du auf den Fluss Voidomatis, der sich durch einen dichten Wald schlängelt, gesäumt von steilen Klippen.

Ioannina

Eine urige Gasse in Ioannina, Nordgriechenland.
Eine urige Gasse in Ioannina, Nordgriechenland. (Foto: https://unsplash.com/@war_tm)

Ioannina liegt wunderschön am Pamvotis-See im Herzen der Region Epirus, deren Hauptstadt es ist. Die große Attraktion ist die alte, von einer Stadtmauer umgebene Festungsstadt, in der die engen Gassen vor Leben nur so sprühen. Auf dem höchsten Punkt stehen die Ruinen der Festung Its Kale, von wo aus du einen schönen Blick über den See hast. Innerhalb der Festungsmauern findest du außerdem die wunderschön restaurierte Fethiye-Moschee aus dem 17. Jahrhundert. Ioannina blickt auf eine lange Geschichte der Silberschmiedekunst zurück, und im Silberschmiedemuseum erfährst du mehr über die Kunstfertigkeit und das handwerkliche Können der Silberschmiede. Was du auf keinen Fall verpassen darfst, ist die kleine Insel im Pamvotis-See, auf der du Klöster und das Ali-Pascha-Museum besuchen kannst, das einem legendären, aber grausamen Herrscher gewidmet ist. Die Insel ist eine Oase der Ruhe und es führt ein Wanderweg entlang der gesamten Küste.

Es ist herrlich, am Pamvotis-See entlang zu schlendern, an dem Ioannina liegt.
Es ist herrlich, am Pamvotis-See entlang zu schlendern, an dem Ioannina liegt. (Foto: https://unsplash.com/@nikoslefkas)

Dank der Universität und anderer Hochschulen sowie der damit verbundenen feierwütigen Studenten wimmelt es in Ioannina nur so von Bars, Cafés, Restaurants und Terrassen. Und für alle, die darauf aus sind: In der Stadt kannst du bis in die frühen Morgenstunden richtig abfeiern.

Perama-Höhle

Die Perama-Höhle ist eine der größten Tropfsteinhöhlen Griechenlands und liegt sozusagen „gleich um die Ecke“ von Ioannina, an der Nordseite des Sees. Die Stalaktiten und Stalagmiten sind wunderschön beleuchtet, und eine Führung durch diese Höhle beginnt stündlich und dauert etwa 45 Minuten. Das Schöne daran ist, dass du nicht zum Ausgangspunkt zurückkehrst, sondern auf der anderen Seite des Hügels endest. Achtung: Es gibt viele Stufen, sowohl bergauf als auch bergab. Einige haben ein Geländer, aber nicht alle. Du musst ziemlich fit sein, um diese Tour durch die Höhle zu bewältigen, und außerdem darfst du keine Platzangst haben, denn manche Durchgänge sind ziemlich eng.

Baros-Pass

Der Baros-Pass (auch als Mparos-Pass geschrieben) ist eine spektakuläre Bergstrecke, die als die höchstgelegene asphaltierte Straße Griechenlands bekannt ist. Dieser Gebirgspass ist nur etwas für Leute, die Spaß daran haben, mit dem Mietwagen über schmale, manchmal steile Straßen zu fahren – und es noch spannender finden, wenn diese voller Haarnadelkurven sind. Gehörst du nicht zu dieser Kategorie? Dann lass diese Sehenswürdigkeit lieber aus und fahr weiter nach Kalabaka (siehe unten).

Baros-Pass in Nordgriechenland.
Baros-Pass in Nordgriechenland

Um zum Bergpass zu gelangen, fährst du südlich von Ioannis auf die A2/E92 in Richtung Osten und biegst nach etwa dreißig Kilometern nach Tzoumerka ab. Nachdem du den Fluss Arachthos überquert hast, geht der Spaß schon los: eine Haarnadelkurve nach der anderen. Folge der Beschilderung zum Dorf Pramanta (auf den Schildern manchmal als Pramada geschrieben) und anschließend nach Matsouki. Hier beginnt der Pass, der dieses Dorf mit Anthousa verbindet. Du kannst auch im malerischen Dörfchen Kalarrites (mit in den Felsen gehauenen Klöstern) starten. Während du diese atemberaubende Strecke zurücklegst, wirst du mit Panoramablicken auf die umliegende Landschaft und die raue Schönheit der griechischen Berge belohnt. Normalerweise ist diese Straße das ganze Jahr über geöffnet, kann aber im Winter gesperrt werden, wenn sie noch nicht vom Schnee geräumt wurde.

Kalabaka / Meteora

Das Kloster Agia Triada.
Das Kloster Agia Triada. Ganz links siehst du ein Stück der Autostraße, die an den Klöstern entlangführt. (Foto: https://unsplash.com/@mvdheuvel)

Wenn du nicht zum oben beschriebenen Gebirgspass fährst, fährst du mit deinem Mietwagen auf der A2 weiter nach Kalabaka, das gut hundert Kilometer östlich von Ioannina liegt. Dieses Dorf liegt am Fuße der berühmten Klöster von Meteora, was auf Griechisch „in der Luft schwebend“ bedeutet. Insgesamt gibt es 24 solcher Klöster, die zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert auf steilen und schmalen Felsspitzen erbaut wurden. Jahrhundertelang benutzten die Mönche Holz- oder Seilleitern, um die Felsen zu erklimmen und sich mit Vorräten zu versorgen. Die Versorgung erfolgte auch dadurch, dass Körbe an der Felswand hinaufgezogen wurden. Sechs der Klöster sind noch immer in Betrieb und können besichtigt werden.

Das zweitgrößte Kloster von Meteora, Varlaäm.
Das zweitgrößte Kloster von Meteora, Varlaäm. (Foto: https://unsplash.com/@mvdheuvel)

Diese Klöster wurden in der byzantinischen Zeit zu Zentren des orthodoxen Glaubens. Sie schufen einige der besten Werke religiöser Kunst, und diese wertvollen Sammlungen kannst du in den Museen der drei meistbesuchten Klöster bewundern. Das sind Mega Meteoron, das größte und älteste Kloster, Varlaäm, das zweitgrößte Kloster, und Agios Stefanos, das einzige Nonnenkloster. Rousanou, Agios Nikolaos und Agia Triada sind kleinere Klöster an etwas abgelegeneren Orten. In der Hochsaison kann es hier unglaublich voll werden, daher solltest du die Klöster am besten so früh wie möglich besuchen. Eine Alternative ist die Straße zwischen diesen Felsgipfeln. Mit deinem Mietwagen auf dieser Panoramastraße herumzufahren, ist ein Erlebnis für sich.

Die Gegend um Meteora eignet sich hervorragend für anspruchsvolle Klettertouren, wie hier beim Dorf Kastraki.
Die Gegend um Meteora eignet sich hervorragend für anspruchsvolle Klettertouren, wie hier beim Dorf Kastraki. (Foto: https://unsplash.com/@nestora)

Diese felsige Landschaft ist ein Paradies für Bergsteiger. Dort findest du etwa fünfzig massive Felstürme und rund achtzig Gipfel, deren Besteigung sich lohnt. Die sogenannte „Mauer des Großen Heiligen“ ist mit über dreihundert Metern die höchste, aber es gibt noch viele weitere Kletterrouten in Meteora.

Der Olymp

Kein Wunder, dass der Olymp in der griechischen Mythologie als Wohnort der wichtigsten Götter eine große Rolle spielte. Der Berg ragt auf eine Höhe von 2.917 Metern empor und ist damit der höchste Gipfel Griechenlands und der zweithöchste Berg des Balkans. Die unteren Hänge werden von schmalen, dicht bewaldeten Schluchten mit Wasserfällen und Höhlen unterbrochen, in denen angeblich geringere Götter und andere Geister leben sollen.

Genieße die herrlichen Ausblicke bei einer Wanderung durch den Nationalpark rund um den Olymp.
Genieße die herrlichen Ausblicke bei einer Wanderung durch den Nationalpark rund um den Olymp. (Foto: https://unsplash.com/@bendumond)

Die schnellste Route von Kalabaka zum Olymp führt über die EO6, vorbei an der Stadt Larissa, und dann über die A1 nach Plaka an der Ägäis. Dort nimmst du die Abzweigung zum Bergdorf Litochoro, dem perfekten Ausgangspunkt für Wanderungen im Olymp-Nationalpark. Von Litochoro aus kannst du zum Parkplatz Prionia fahren. Eine schöne Wanderung führt zur heiligen Grotte des Heiligen Dionysios, vorbei an den Wasserfällen in der Enipea-Schlucht. Wenn du die höchsten Gipfel des Olymp erklimmen willst, brauchst du einiges an Erfahrung im Bergsteigen.

Nach deinem Besuch auf dem Olymp fährst du von Litochoro über Katerini in gut einer Stunde zurück nach Thessaloniki.

Straßen in Nordgriechenland

Die Straße zur Halbinsel Kassandra.
Die Straße zur Halbinsel Kassandra. (Foto: https://unsplash.com/@mansurov)

Die großen Durchgangsstraßen im Norden Griechenlands sind im Allgemeinen in einem sehr guten Zustand. Kleinere, lokale Straßen sind möglicherweise weniger gut instand gehalten. Achte daher auf Schlaglöcher im Straßenbelag. Auf den meisten griechischen Autobahnen musst du Maut zahlen, das geht sowohl bar als auch mit Kreditkarte. Achte darauf, dass du immer Bargeld dabei hast, falls der Kartenshop mal nicht funktioniert. Es gibt auch ein elektronisches Zahlungssystem, aber die meisten Mietwagen verfügen nicht über den erforderlichen Transponder.

Vor allem auf kleineren Straßen kann es vorkommen, dass die Beschilderung ausschließlich auf Griechisch ist.
Vor allem auf kleineren Straßen kann es vorkommen, dass die Beschilderung ausschließlich auf Griechisch ist. (Foto: https://www.pexels.com/@marina-gr-109305987/)

Die Beschilderung ist meistens zweisprachig (Griechisch und lateinische Schrift), aber nicht immer. Bei ausschließlich griechischem Text kann Google Lens eine große Hilfe sein. Die Schilder auf den Autobahnen sind sehr übersichtlich, da nur die wichtigsten Ziele angegeben sind.

Warum in Thessaloniki ein Auto mieten?

Wir hoffen, dass wir dich mit der oben genannten Beispielroute und den Tagesausflügen dazu inspiriert haben, Nordgriechenland zu entdecken. Egal, ob dich die wunderschönen Strände der Halbinsel Chalkidiki, die wilde Schönheit der Natur oder der historische Reichtum der Städte, Dörfer und Klöster reizen. Starte einen tollen Roadtrip, indem du in Thessaloniki ein Auto mietest, zum Beispiel gleich bei deiner Ankunft am Flughafen. Wir sind sicher, dass du auf einer Reise durch Nordgriechenland mit einem Mietwagen Erlebnisse sammeln wirst, die du nie vergessen wirst!

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