Der Südwesten Irlands ist eine faszinierende Mischung aus smaragdgrünen Hügeln, dramatischen Bergen und einer wilden Küste, durchsetzt mit jahrhundertealten Burgen, Kirchen und Klöstern. Es gibt keine bessere Art, diese rauen Landschaften zu erleben, als ein Auto zu mieten und einen epischen Roadtrip zu unternehmen. Wir empfehlen dir dabei, Autobahnen so weit wie möglich zu meiden und dich auf stimmungsvolle Landstraßen zu begeben, an denen es in Irland keinen Mangel gibt.
Im Folgenden stellen wir dir die Sehenswürdigkeiten im Südwesten Irlands vor. Du kannst diese Rundreise in der Hauptstadt Dublin beginnen, aber auch in anderen Orten, die wir auf dieser Reise anfahren, darunter Cork, Limerick und Galway. Die allermeisten Reisenden kommen am Flughafen Dublin an, aber auch der Flughafen Cork wickelt jährlich Millionen von Passagieren ab. Außerdem kannst du zum Kerry Airport und zum Shannon Airport fliegen. Für diesen Roadtrip ist der Ireland West Airport zwar etwas weniger naheliegend, aber er ist ein gutes Tor zum Nordwesten des Landes.
Eine Reise nach Irland ist ohne einen Besuch in Dublin mit seinen lebhaften Pubs und dem riesigen Angebot an Sehenswürdigkeiten in der mittelalterlichen Innenstadt nicht komplett. Architektur- und Geschichtsliebhaber sollten sich die Kathedralen St. Patrick’s und Christ Church ansehen, noch mehr Geschichte findest du im Trinity College, Fans des dunklen irischen Bieres besuchen das Guinness Storehouse und das Wahrzeichen von Dublin ist die Ha’Penny Bridge. Und das ist bei weitem keine vollständige Aufzählung dessen, was du in der irischen Hauptstadt erleben kannst.
Das Viertel Temple Bar ist voll von Pubs und Restaurants, aber vor allem junge Engländer gehen dort gerne auf einen Drink, und später am Abend kann es dort ziemlich wild zugehen. Die Iren selbst gehen lieber in Pubs nördlich des Flusses Liffey, zwischen der Jervis Street und der Capel Street. In den irischen Pubs wird oft Live-Musik gespielt, und die Gäste singen aus voller Kehle mit. Egal, wo du ausgehst – wenn es eine Eigenschaft gibt, die auf Dublin zutrifft, dann ist es diese: unglaublich gemütlich.
Nach ein oder zwei Tagen in der irischen Hauptstadt ist es Zeit, mit deinem Mietwagen loszufahren. Auf halbem Weg nach Kilkenny kommst du am Ort Moone vorbei, wo zwischen den Ruinen eines mittelalterlichen Klosters das zweithöchste High Cross Irlands steht. Diese High Crosses sind prägende Kulturdenkmäler in der irischen Landschaft. Das Granit-Exemplar aus dem 8. Jahrhundert in Moone ist eines der am besten erhaltenen, mit deutlichen Darstellungen biblischer Geschichten.
Auch Rundtürme an alten Kirchen und Abteien sind ikonische irische Denkmäler. Ein Beispiel dafür findest du etwas weiter entfernt, im Städtchen Castledermot. Rundtürme waren wahrscheinlich ein Ausdruck des Wohlstands des Klosters, zu dem sie gehörten: Je höher der Turm, desto mehr Kostbarkeiten konnten darin aufbewahrt werden. Die Türöffnung befand sich hoch oben in der Mauer, was es ungebetenen Gästen erschwerte, hineinzukommen. Das Besondere am Turm von Castledermot ist, dass sich die Tür dort gerade im Erdgeschoss befindet.
Kilkenny ist berühmt für sein wunderschön restauriertes mittelalterliches Stadtzentrum. Der beste Ort, um deinen Mietwagen zu parken, ist der große Parkplatz „Market Yard“. Von dort aus sind alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar. Außerdem ist dieser Parkplatz rund um die Uhr zugänglich, während Parkhäuser in der Umgebung abends schließen (manchmal schon sehr früh). Vom Parkplatz aus sind es fünf Minuten zu Fuß zum imposanten normannischen Kilkenny Castle aus dem 13. Jahrhundert. Die Innenausstattung des Schlosses stammt aus späterer Zeit, nämlich aus der viktorianischen Ära.
Das Schloss liegt am Anfang der sogenannten „Medieval Mile“, der mittelalterlichen Meile. In der alten St. Mary’s-Kirche gibt es ein schönes Museum, das die mittelalterliche Geschichte von Kilkenny zum Leben erweckt. Hier kannst du auch eine Führung buchen. Der Guide führt dich unter anderem zur St. Canice’s Cathedral. Sie ist die zweitgrößte Kirche Irlands, nur übertroffen von St. Patrick’s in Dublin. Die heutige Kathedrale stammt aus dem 13. Jahrhundert, aber der Round Tower daneben ist etwa vier Jahrhunderte älter. Du kannst diesen Turm über sehr steile Leitern erklimmen. Von der Aussichtsplattform in 30 Metern Höhe hast du einen Rundumblick auf Kilkenny und die umliegende Landschaft.
In der Altstadt gibt es einige sehr schmale Gassen – sogenannte „Slips“ –, die kaum auffallen, da ihre Eingänge eher wie kleine Tore aussehen. Die malerischste Gasse ist zweifellos der Butter Slip, doch sie hat eine etwas morbide Geschichte. Welche genau? Entdecke das selbst in Kilkenny!
Tipp: Für einen weiteren schönen Blick auf das Schloss und die Kathedrale läufst du am Nordufer des Flusses Nore ein Stück den Hügel hinauf bis zu einem Aussichtspunkt mit Bänken. Dieser Ort ist oft auf alten Gemälden zu sehen. Kurz vor diesen Bänken beginnt ein Pfad über Holzstege direkt am Fluss entlang, der Lacken Boardwalk.
Der Rock of Cashel ist ein Kalksteinfelsen in der Nähe des gleichnamigen Dorfes und beherbergt die beeindruckendste Ansammlung mittelalterlicher Gebäude in Irland. Dort findest du unter anderem die Überreste einer gotischen Kathedrale, die romanische Cormac’s Chapel mit 800 Jahre alten Fresken, eine Abtei und die Hall of the Vicars Choral. Außerdem steht hier ein Rundturm, der wahrscheinlich aus dem 9. Jahrhundert stammt und damit das älteste Bauwerk ist. Vor allem bei nebligem Wetter spürst du die mystische Atmosphäre der Gebäude auf diesem Felsen, der übrigens offiziell St. Patrick’s Rock heißt.
Am Fuße des Felsens steht ein typisches Cottage aus dem 19. Jahrhundert, in dem das historische Museum „Cashel Folk Village“ untergebracht ist. Es verfügt über eine riesige Sammlung alter Gegenstände, aber vor allem erfährst du dort viel über die dramatische Geschichte Irlands.
Bevor du nach Cork hineinfährst, solltest du einen kleinen Abstecher nach Cobh (Aussprache: Cove) machen. Du wirst es nicht bereuen, denn dieses Hafenstädtchen ist ein echtes Juwel, gespickt mit bunten Häusern und bewacht von einer beeindruckenden gotischen Kathedrale. Eine Häuserreihe, die „Deck of Cards“ genannt wird, steht an einer besonders steilen Gasse, und die bunten Häuschen scheinen sich gegenseitig im Gleichgewicht zu halten. Direkt dahinter ragt die St. Colman’s Cathedral empor. Auf den ersten Blick sieht sie wie eine alte Kirche aus, doch diese Kathedrale ist erst gut hundert Jahre alt. Der Kirchturm verfügt über ein Glockenspiel mit nicht weniger als 49 Glocken, die jede Stunde läuten.
Cobh war das Letzte, was die Passagiere der Titanic von Irland sahen, denn es war der letzte Anlegeplatz, bevor das Schiff seine verhängnisvolle Reise über den Atlantik antrat. Das restaurierte historische Passagierterminal ist heute ein Museum über die Seefahrtsgeschichte von Cobh. Es erzählt auch die Geschichten irischer Auswanderer, die von einem neuen Leben jenseits des Ozeans träumten.
Noch mehr historische Geschichten erfährst du, wenn du mit einem Boot vom Kennedy Pier nach Spike Island fährst, das auch als das irische Alcatraz bezeichnet wird. Genau wie diese kleine Insel in der Bucht von San Francisco war Spike Island ein Gefängnis mit einem äußerst strengen Regime. Diese harten Bedingungen gehen dir richtig unter die Haut, wenn du den „Punishment Block“ besuchst.
Die Altstadt von Cork liegt zwischen zwei Armen des Flusses Lee. Du kannst deinen Mietwagen in verschiedenen Parkhäusern rund um die Altstadt abstellen, aber die Preise sind eher hoch. Relativ günstig sind zwei Parkhäuser in der Nähe des River Lee Hotels auf der Westseite der Altstadt.
Feinschmecker strömen zum English Market, der schon seit 1788 besteht. Der Markt ist alles andere als englisch (der Name bezieht sich auf die Gründer, englische Protestanten) und der ideale Ort, um lokale Spezialitäten zu probieren. Schlemme dich durch die verschiedenen Stände oder geh zum Mittagessen ins Farmgate Cafe, wo du Gerichte genießen kannst, deren Zutaten alle vom Markt stammen.
Im schlossartigen City Gaol wurden während des irischen Unabhängigkeitskrieges republikanische Frauen festgehalten. Mach eine Führung durch die düsteren Zellen und Gänge, um in diese turbulenten Zeiten einzutauchen. Neben dem Elizabeth Fort aus dem 17. Jahrhundert steht die St. Fin Barre’s Cathedral mit ihren wunderschönen Buntglasfenstern. Halte Ausschau nach dem Engel an der Ostseite der Kathedrale, denn der lokalen Legende zufolge bläst er auf seinem Horn, wenn das Ende der Zeiten naht!
Das Victorian Quarter nördlich des Lee ist voller stattlicher Häuser aus dem 19. Jahrhundert. Übe noch kurz das Bergauffahren, bevor du mit dem Mietwagen den St. Patrick’s Hill hinauffährst. Das ist ein ziemlich steiler Hügel, und oben angekommen hast du einen schönen Blick über die Stadt. Da du von den Bänken dort aus nach Westen blickst, ist das besonders schön bei Sonnenuntergang.
Bis vor nicht allzu langer Zeit war Nohoval Cove ein schöner Zwischenstopp auf dem Weg nach Kinsale. Leider kannst du diese schroffen Klippen nicht mehr erreichen, da der Weg dorthin gesperrt ist. Also geht’s eben direkt nach Kinsale, das – noch mehr als Cork – als die kulinarische Hauptstadt Irlands bekannt ist. Einst war es ein eher verschlafenes Fischerdorf, hat sich aber zu einem gastronomischen Hotspot entwickelt, voller Restaurants für Feinschmecker, trendiger Cafés und sogar einem Restaurant mit einem Michelin-Stern. Außerdem findest du in den engen Gassen Fachgeschäfte und farbenfrohe Boutiquen. Um den Hafen zu schützen, wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine Festung errichtet, das James Fort. Am Ende dieses Jahrhunderts wurde eine zweite, größere Festung gebaut, Charles Fort, das sich noch in recht gutem Zustand befindet.
Mach mit deinem Mietwagen einen Ausflug zum Old Head of Kinsale. Du fährst über kurvige, von Hecken gesäumte Straßen zu dieser Halbinsel, die einen wunderschönen Blick auf den Atlantik bietet. Leider kannst du nicht bis zur äußersten Spitze fahren, da diese von einem Golfplatz eingenommen wird. Diese Halbinsel ist übrigens der Start- oder Endpunkt des Wild Atlantic Way, einer 2.500 Kilometer langen Strecke entlang der gesamten irischen Westküste. Diese fantastische Route steht nicht umsonst auf Platz 1 unserer Liste der Top 12 Einweg-Roadtrips mit dem Mietwagen.
Du kannst bis ganz nach Mizen Head fahren, dem südwestlichsten Zipfel Irlands. Die schnellsten Routen von Kinsale aus führen über die R586 oder die N71, aber wenn du Zeit hast, empfehlen wir dir, regelmäßig von diesen Hauptstraßen abzubiegen und die Küste mit ihren kleinen Häfen, Buchten und Einschnitten zu erkunden. Dort kannst du deinen Mietwagen kurz stehen lassen, um zum Beispiel zwischen Lough Hyne und dem Meer Kajak zu fahren. Je weiter du nach Westen fährst, desto rauer wird die Landschaft. Das Mizen Head Visitor Centre liegt auf einer hohen Klippe und bietet eine interessante Ausstellung mit maritimen Exponaten sowie einen Navigationssimulator. Die äußerste Südwestspitze selbst ist eine kleine Insel, die über eine Bogenbrücke mit dem Festland verbunden ist. Neben den beeindruckenden Klippen kannst du dort manchmal Delfine, Seehunde und Buckelwale beobachten.
Etwas nördlich von Mizen Head liegen die Ruinen von Dunlough Fort. Vom kleinen Parkplatz an der Coosacuslaun Bay sind es etwa zwanzig Minuten zu Fuß, um die Überreste dieser Festung zu erreichen. Der Ort hat etwas Magisches an sich, schon allein wegen der Stille, die dort herrscht – und die bei leichtem Nebel noch verstärkt wird.
Die Halbinsel Beara ist weitaus weniger bekannt als Iveragh (mit dem berühmten Ring of Kerry). Da die kurvigen Straßen hier zu schmal für große Reisebusse sind, geht es dort viel ruhiger zu. Aber keineswegs weniger interessant! Auch auf dieser Halbinsel kannst du die schönsten Ecken entdecken, indem du einer Rundstrecke folgst – dem Ring of Beara. Die Fahrt zwischen den farbenfrohen Dörfern Eyeries und Allihies ist atemberaubend. Die schmale Küstenstraße schlängelt sich durch wilde Landschaft und direkt an den schroffen Felsen von Cods Head vorbei.
Zwischen Lauragh und Adrigole kannst du von der Rundstrecke abweichen und über den kurvenreichen Healy Pass fahren. Der höchste Punkt liegt zwar nur 334 Meter über dem Meeresspiegel, aber gefühlt bist du viel höher. Fahre von Süden nach Norden und du wirst staunen über den Unterschied zwischen der einen und der anderen Seite des Passes: von felsig und rau im Süden bis hin zum sanft geschwungenen, lieblichen grünen Tal rund um den Glanmore Lake im Norden.
Castletown-Bearhaven ist ein perfekter Ausgangspunkt für Wanderungen in der Umgebung. Außerdem fährt eine Fähre nach Bere Island, aber noch schöner ist eine Bootsfahrt zu den schroffen Felsen Calf Rock, Cow Rock und Bull Rock. Die beiden letzteren haben spektakuläre Durchgänge.
Wir haben oben bereits den berühmten Ring of Kerry erwähnt, der nicht umsonst so beliebt ist. Diese Straße führt vorbei an uralten Bergen und Seen, traumhaften Stränden, schroffen Küstenfelsen, mittelalterlichen Burgen und einer prähistorischen Festung. Und das alles inmitten der ikonischen, smaragdgrünen irischen Landschaft. Unterwegs kommst du durch kleine Städte und Dörfer, in denen es immer einen Pub gibt, der dich willkommen heißt. Die Rundfahrt über die Halbinsel Iveragh ist 180 Kilometer lang und du kannst sie zwar an einem Tag zurücklegen, aber dann hast du bei weitem nicht alles von dieser Route mitbekommen, auf der es viel zu sehen und zu erleben gibt. Der beliebteste Startpunkt für die Rundfahrt ist Killarney, und am besten fährst du im Uhrzeigersinn, um nicht hinter Reisebussen stecken zu bleiben, die meist in die andere Richtung fahren.
Tipp: Am äußersten Westpunkt der Halbinsel gibt es noch eine weitere Rundstrecke – den Skellig Ring –, die über kleinere Straßen führt und auf der die Tourbusse nicht fahren. Du kommst dabei unter anderem an den beeindruckenden Kerry Cliffs vorbei, die höher sind als die bekannteren Cliffs of Moher. Ein weiterer Ort, den große Busse nicht erreichen können: Gap of Dunloe. Das ist eine sehr schmale, kurvenreiche Straße entlang von fünf Seen, die durch den kleinen Fluss Loe miteinander verbunden sind. Hier fahren zwar keine Busse, aber du triffst auf Ponykarren, Radfahrer und viele Wanderer. Zwischen zwei dieser Seen liegt eine alte Bogenbrücke, und jeder Wunsch, den du dir dort wünschst, wird in Erfüllung gehen… Außerdem kannst du vom Ring of Kerry abweichen, indem du quer über die Halbinsel über den Ballaghisheen-Pass fährst, mit Blick auf den höchsten Berg Irlands, den Carrauntoohil (1038 m).
Am Start- und Endpunkt der Fahrt über die Halbinsel darfst du den Killarney-Nationalpark auf keinen Fall auslassen. Dieser Park ist berühmt für seine Seen, die von den Gipfeln der McGillycuddy’s Range, der höchsten Bergkette Irlands, umgeben sind. Der Torc-Wasserfall ist zwar nicht besonders hoch (25 Meter), aber dennoch beeindruckend – schon allein wegen des Weges dorthin, der durch einen Wald führt, in dem die Bäume dick mit Moos bewachsen sind. Am Wasserfall kannst du eine Steintreppe hinaufsteigen, um eine noch schönere Aussicht zu genießen.
In diesem Nationalpark dreht sich nicht alles nur um die Natur. So kannst du dort durch die Ruinen eines Klosters aus dem 15. Jahrhundert schlendern, die Überreste von Ross Castle besichtigen und dem Herrenhaus Muckross einen Besuch abstatten. Dieses Herrenhaus wurde 1861 für einen Besuch von Königin Victoria gründlich umgebaut, doch die Kosten wurden nie erstattet, weshalb der Besitzer das Haus schließlich verkaufen musste.
Lohnt es sich, nach den bisherigen Halbinseln auch noch die Dingle-Halbinsel zu erkunden? Wir sagen ganz klar Ja – zumindest, wenn du noch nicht genug von phänomenalen Landschaften hast. Und was auch toll ist: Du kannst dort mit deinem Mietwagen über die höchste Straße Irlands fahren, den Conor Pass. Der 456 Meter hohe Pass verbindet Dingle im Süden mit Cloghane im Norden. Die malerische Straße schlängelt sich um steile Felswände herum und führt an Bergseen und Wasserfällen vorbei. Der schönste Abschnitt ist die steile Abfahrt auf der Nordseite, aber die Straße ist schmal und kurvenreich und erfordert deine volle Aufmerksamkeit.
Der Slea Head Driveist eine malerische Rundfahrt von fast fünfzig Kilometern im äußersten Westen – vielleicht der schönste Teil von Dingle. Vom Dunquin Pier aus starten Bootsausflüge zu den abgelegenen und unwirtlichen Blasket-Inseln. Der Mount Brandon ist ein schroffer Bergrücken im Norden der Halbinsel. Die steilen Klippen an der Ostseite sind bei Kletterern beliebt, aber die meisten Leute wählen den einfachen Aufstieg von Westen her. In der Ortschaft Ballybrack gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten für deinen Mietwagen.
Fahre von Tralee aus über die schöne Küstenstraße N69 in Richtung Nordosten und biege kurz vor Limerick rechts ab in Richtung Adare. Das kleine Dorf ist berühmt für seine traditionellen Cottages mit Reetdächern entlang der Hauptstraße. Gegenüber steht die etwas triste Abtei der Trinitarier. Entlang des gewundenen Flusses Maigue am nördlichen Rand des Dorfes stehen die Ruinen eines Franziskanerklosters und das Desmond Castle.
Wie so viele Städte in Irland wurde auch Limerick von den Wikingern gegründet. Sie errichteten eine Festung auf einer kleinen Insel, umgeben vom Fluss Shannon. Diese Festung wurde später vom englischen König John zum heutigen Schloss ausgebaut. An den interaktiven Bildschirmen und maßstabsgetreuen Modellen in King John’s Castle erfährst du mehr über die Geschichte des Schlosses und der Stadt.
Die St. Mary’s Cathedral wurde vor mehr als achthundert Jahren fertiggestellt und ist eine der ältesten Kathedralen Irlands. Die St. John’s Cathedral stammt aus viel späterer Zeit (19. Jahrhundert). Das Hunt Museum im historischen Custom House verfügt über eine schöne Sammlung von Kunst und Antiquitäten.
Etwas außerhalb von Limerick wurde die ehemalige Bahnstrecke zwischen Rathkeale und Abbeyfeale in einen wunderschönen Wander- und Radweg durch die Landschaft verwandelt. Die Gesamtlänge des Limerick Greenway beträgt vierzig Kilometer, aber der Weg ist in kürzere Abschnitte unterteilt und an jedem Einstiegspunkt gibt es Parkplätze für deinen Mietwagen. Ebenfalls schön ist der Canon Sheehan Loop, der an einem Parkplatz beginnt, der gut eine Autostunde südlich von Limerick liegt. Wenn du vom Parkplatz aus nach rechts gehst, kommst du zum Fluss Ogheen, der Weg nach links führt zunächst durch dichte Wälder.
Der wunderschöne See Lough Gur ist von sanften grünen Hügeln umgeben und liegt eine halbe Autostunde südlich von Limerick. Er ist eine der bedeutendsten prähistorischen Fundstätten Irlands. Rund um diesen See findest du megalithische Überreste, darunter den Grange Stone Circle, den größten seiner Art in Irland. Außerdem siehst du dort Überreste von Behausungen aus der Steinzeit (Crannogs), eine Hügelfestung, verschiedene Ringfestungen und die Ruinen einer Burg, Bourchier’s Castle.
Eine Entdeckungstour durch diese herrliche Gegend beginnst du am besten im Besucherzentrum. Nachdem du dir die Ausstellung angesehen hast, machst du dich auf den Weg und hörst dir dabei über einen Audioguide Erläuterungen zur Geschichte und Mythologie dieser Region an. Von der Spitze eines Hügels aus hast du einen herrlichen Blick über den See. Reisst du mit kleinen Kindern? Dann werden sie auf dem Feenpfad (Fairy Trail) viel Spaß haben.
Wenn du schon so nah dran bist und sie noch nie gesehen hast, musst du natürlich zu den berühmten Cliffs of Moher fahren. Von Limerick aus bist du in etwa anderthalb Stunden dort. Die Klippen ragen am O’Brien’s Tower über zweihundert Meter hoch aus dem Atlantik empor. Entlang der vierzehn Kilometer langen Klippenküste sind verschiedene Wanderwege ausgeschildert. Stell deinen Mietwagen am Ortsrand von Doolin ab und geh über den Küstenweg nach Hags Head. Meide das Besucherzentrum, denn dort ist es wahnsinnig voll.
Über die Autobahn kannst du mit einem Mietwagen von Galway aus in gut zwei Stunden nach Dublin fahren. Aber warum solltest du das tun, wenn du im Urlaub bist? Meide die Autobahn (und die Maut!) und wähle kleinere Straßen durch schönere Landschaften und vorbei an interessanten Zwischenstopps unterwegs. Leg keine feste Route fest, sondern bieg mal links ab, dann wieder rechts, und du wirst von charmanten Städtchen und malerischen Dörfern überrascht sein.
Fahre zum Beispiel zur Lough Rea Cathedral am gleichnamigen See, der übrigens ein perfektes Ziel für ein erfrischendes Bad an einem heißen Sommertag ist. Weiter östlich liegen die Überreste des Klosters Clonmacnoise aus dem 6. Jahrhundert. Es befindet sich an der Stelle, an der die wichtigste Ost-West-Route im Mittelalter den Fluss Shannon überquerte. Neben der Ruine der Kathedrale siehst du dort Überreste von nicht weniger als sieben Kirchen, Hochkreuzen und Rundtürmen, alle mit Blick auf den Shannon. Du bist hier ganz in der Nähe der gemütlichen Kleinstadt Athlone, einem schönen Zwischenstopp auf halbem Weg zwischen Galway und Dublin. Dort findest du unter anderem den ältesten Pub Irlands, Sean’s Bar.
Interessierst du dich für irischen Whiskey? Dann kannst du die D.E.W.-Brennerei in Tullamore besuchen. Der Name ist eine Abkürzung für den Mann, der den Whiskey ursprünglich hergestellt hat: Daniel E. Williams. Am Ufer des Lough Ennell steht das Belvedere House. Lustig ist die hohe Mauer, die der Graf von Belvedere errichten ließ, um das viel größere Haus seines Bruders nicht sehen zu müssen!
Der öffentliche Nahverkehr zwischen den großen irischen Städten ist gut organisiert, aber sobald du kleinere Orte oder abgelegene Ziele ansteuerst, sieht die Sache schon anders aus. Bedenke dabei, dass es in Irland nicht selten regnet: Es ist nicht gerade angenehm, bei nassem Wetter auf den Bus warten zu müssen. Für einen schönen Urlaub in Irland mietest du daher am besten ein Auto. So kannst du überall in deinem eigenen Tempo hinfahren und spontan an wunderschönen Aussichtspunkten oder gemütlichen Dörfern anhalten.
Das irische Straßennetz ist gut gepflegt, aber oben haben wir dir schon mehrmals empfohlen, vor allem lokale Straßen zu nutzen. Diese Landstraßen können schmal sein, und du musst auch auf Schafe achten, die über die Straße laufen.
Oben haben wir nur ein paar Sehenswürdigkeiten angesprochen. Irland strotzt nur so vor wunderschönen Landschaften und interessanten Attraktionen. Auf der Grünen Insel gibt es unendlich viel mehr zu erleben. Wir haben zum Beispiel noch gar nicht erwähnt, dass du mit einem Boot nach Skellig Michael fahren kannst. Auch die wunderschöne Seenlandschaft von Connemara bei Galway haben wir ausgelassen. Und wie wäre es mit dem historischen Grabmal Newgrange bei Dublin oder den Wicklow Mountains südlich der Hauptstadt? Eine Tour entlang der beeindruckenden Küste von County Mayo kann es mit dem Ring of Kerry aufnehmen, ist aber viel weniger überlaufen. Auch County Donegal im Nordwesten ist sehr lohnenswert, unter anderem wegen der beeindruckenden Slieve League Cliffs.
Kurz gesagt: Die oben beschriebene Route ist nur eine von vielen Möglichkeiten für einen fantastischen Roadtrip durch Irland. Also miete dir ein Auto und wähle ganz nach deinen eigenen Vorstellungen deinen Weg durch dieses faszinierende Land!
Welche Versicherung sollte ich wählen und was hat es mit der Kaution auf sich? Lesen Sie unsere Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps, um sicherzustellen, dass Sie sich für den richtigen Mietwagen entscheiden.