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3. August 2026

15 Sehenswürdigkeiten zwischen London und Bristol

Miete dir ein Auto für eine Rundreise durch Südengland

Niemand käme auf die Idee, ein Auto nur für Fahrten in einer Großstadt zu mieten. Ein Auto zu mieten, um damit in London herumzufahren, wäre sogar reine Torheit, denn die öffentlichen Verkehrsmittel sind dort viel effizienter. Anders sieht es aus, wenn du nach London fliegst, aber nicht, um die Stadt selbst zu besuchen. Dann kannst du an einem der Flughäfen ein Auto mieten und einen tollen Roadtrip durch den Süden Englands unternehmen. Mit Ausnahme des London City Airport liegen diese Flughäfen alle am Rande der britischen Hauptstadt (Heathrow) oder außerhalb: Gatwick, Stansted, Luton und Southend. Auch der Flughafen Bristol liegt weit außerhalb der Stadt. So bist du schnell unterwegs, wenn du an einem dieser Flughäfen ein Auto gemietet hast.

Miete dir ein Auto und unternimm Ausflüge auf herrlich ruhigen Straßen durch die typisch englische Landschaft
Miete dir ein Auto und unternimm Ausflüge auf herrlich ruhigen Straßen durch die typisch englische Landschaft. (Foto: https://unsplash.com/@scottsweb)

Im Folgenden geben wir dir Tipps für eine Rundreise zu den Sehenswürdigkeiten zwischen London und Bristol. Dabei nehmen wir nicht den kürzesten Weg – ganz im Gegenteil. Wir nehmen London als Ausgangspunkt, aber natürlich kannst du den Roadtrip in beide Richtungen machen. Miete dir in Bristol oder London ein Auto, um diese Route komplett zu fahren, oder wähle nur einzelne Abschnitte aus. Viele der Sehenswürdigkeiten, die wir beschreiben, sind auch gut erreichbar, wenn du nur Tagesausflüge mit einem Mietwagen unternehmen möchtest.

Canterbury

Für den ersten Stopp spielt es eine große Rolle, an welchem Flughafen du ein Auto gemietet hast. Von Gatwick, Stansted und Southend aus erreichst du Canterbury in anderthalb bis zwei Stunden, von Luton oder Heathrow aus musst du jedoch eine Stunde mehr einplanen. Canterbury, in der Grafschaft Kent, ist eine charmante Stadt voller Überraschungen. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg schwer bombardiert, doch glücklicherweise blieb die Hauptattraktion, die Kathedrale, verschont. Bestell dir die Tickets im Voraus online, wenn du die Canterbury Cathedral von innen besichtigen möchtest. Der größte Teil der heutigen Kathedrale ist im gotischen Stil erbaut und stammt aus dem 12. und 14. Jahrhundert. Die Buntglasfenster (insgesamt über 1.200 Quadratmeter!) erzählen viel über die Geschichte – von Wundern bis hin zu Morden. Nicht nur die Kirche selbst, auch die Kreuzgänge sind einen Besuch wert. Noch mehr religiöse Geschichte findest du in der St.-Augustinus-Abtei und der St.-Martin-Kirche, der ältesten Kirche im englischsprachigen Raum.

Um noch tiefer in die Geschichte der Stadt einzutauchen, steigst du im Roman Museum unter die Erde hinab zu den Überresten von Häusern und anderen Gebäuden aus der Römerzeit. Schlendere gemütlich durch Canterbury und bewundere die schönen alten Häuser. Rund um den Buttermarket Square ist eine Straße fotogener als die andere. Im Turm des mittelalterlichen Stadttors, dem Westgate, gibt es eine interessante Ausstellung über die Bestrafung von Verbrechern in früheren Zeiten. In den restaurierten Zellen kannst du heute sogar etwas trinken!

Die weißen Klippen von Dover

Von Canterbury aus fährst du mit deinem Mietwagen in einer halben Stunde nach Dover. Die Hafenstadt selbst ist nichts Besonderes, aber es geht natürlich um die oft besungenen steilen Klippen, die hier die Küste bilden. Parke deinen Mietwagen am Besucherzentrum des National Trust – die Anfahrt ist von der A258 aus gut ausgeschildert.

Am besten erkundest du die Klippen bei einem Spaziergang entlang des Küstenwegs in Richtung South Foreland Lighthouse – eine Wanderung von etwa drei Kilometern. Du wanderst durch Grasland und hast einen tollen Blick auf die weißen Kreidefelsen. Unterwegs kommst du am Fan Bay Deep Shelter vorbei, einer tiefen Höhle, in der britische Soldaten im Zweiten Weltkrieg vor deutschen Angriffen Schutz suchten. Du kannst sie betreten, allerdings nur in Begleitung eines Führers. Über den alten Schmugglerpfad „Langdon Stairs“ steigst du im Zickzack an einer Klippe hinab, durch einen kleinen Tunnel und schließlich über eine hohe Leiter hinunter zum steinigen Strand. Auf dieser Wanderung kannst du Greifvögel wie Bussarde, Turmfalken und Wanderfalken beobachten.

Rye

Wähle kleine Nebenstraßen, um durch eine Landschaft aus sanften Hügeln in das wunderschöne Städtchen Rye zu fahren. Im Mittelalter spielte es eine wichtige Rolle bei der maritimen Verteidigung Englands. Damals lag Rye an einer Bucht, doch diese versandete, wodurch die Stadt gut drei Kilometer vom Meer entfernt lag. Dadurch gingen spätere Entwicklungen an Rye vorbei, und die reizvolle Altstadt ist erhalten geblieben.

Die Häuser in der Mermaid Street in Rye, wunderschön im Licht der Abendsonne
Die Häuser in der Mermaid Street in Rye, wunderschön im Abendlicht (Foto: https://unsplash.com/@zoltantasi)

Park deinen Mietwagen auf einem der Parkplätze am Stadtrand und erkunde die Stadt zu Fuß. Die steilen Gassen sind mit Kopfsteinpflaster gepflastert und von historischen Häusern gesäumt. Das aus eisenfarbenem Sandstein erbaute Rye Castle aus dem 14. Jahrhundert erinnert an die Verteidigungsfunktion, die die Stadt einst hatte. Das Innere des georgianischen Lamb House ist den verschiedenen Schriftstellern gewidmet, die dort gelebt haben, darunter Henry James.

Beachy Head & Seven Sisters

Das Schöne an einem Roadtrip mit einem Mietwagen ist, dass du anhalten kannst, wo, wann und wie lange du willst. Unser nächstes Ziel ist Brighton, aber zögere nicht, einen Zwischenstopp bei den Seven Sisters einzulegen, vor allem, wenn du die Klippen bei Dover ausgelassen hast oder einfach nicht genug von Kreidefelsen bekommen kannst. Als kleinen Vorgeschmack fährst du von Eastbourne aus über die Beachy Head Road zum Parkplatz Birling Gap. Unterwegs gibt es mehrere Stellen, an denen du deinen Mietwagen parken und ein kurzes Stück bis zum Rand der Klippe laufen kannst.

Die Steilküste „Seven Sisters“ zwischen Eastbourne und Brighton
Die Steilküste „Seven Sisters“ zwischen Eastbourne und Brighton. (Foto: https://unsplash.com/@phoenix_2022)

Wie der Name schon sagt, bestehen die Sisters aus sieben imposanten Klippen, die hintereinander liegen. Mit dem Auto kommst du dort nicht hin, aber du kannst über die Klippenspitzen spazieren und manchmal zum Strand hinabsteigen, um eine andere Perspektive zu genießen. Das Laufen auf diesem Strand ist allerdings schwierig, da er voller großer Kieselsteine ist. Im Sommer kann es hier sehr voll werden, daher solltest du dir die Klippen am besten ganz früh am Morgen ansehen. Vom Strand bei Cuckmere Haven aus hast du ebenfalls einen guten Blick auf die sieben Klippen. Dieser Strand liegt an der Mündung des Cuckmere River, auf dem vom Weiler Exceat aus Touren mit Kajaks, Kanus und SUP-Boards organisiert werden.

Eastbourne oder Brighton?

An Sommertagen sind die Strände an der englischen Südküste sehr beliebt. Vor allem Brighton zieht viele Tagesausflügler aus London an und kann daher sehr voll werden. Im Vergleich zu Eastbourne ist Brighton lebhafter. Der Palace Pier ist eigentlich ein Vergnügungspark, und Kinder lieben den verzerrenden Effekt im Inneren des Upside Down House. Der extravagante Sommerpalast Royal Pavilion besticht durch einen interessanten Stil, der von der indischen Architektur inspiriert ist. „The Lanes“ ist das ursprüngliche Fischerdorf, das Brighton einst war. Die schmalen, verwinkelten Gassen sind heute von trendigen Cafés und teuren Geschäften gesäumt, vor allem Juwelieren und Antiquitätenläden. Das umstrittene i360 ist ein 162 Meter hoher Turm mit einer Aussichtsplattform, die nach oben gleitet. Viele Einwohner von Brighton finden das Bauwerk furchtbar hässlich, aber man hat von dort einen Panoramablick über die Stadt und den Ärmelkanal.

Eastbourne ist attraktiv für Leute, die Ruhe suchen. Es war der Herzog von Devonshire, der Eastbourne im 19. Jahrhundert erschloss. Es sollte ein Badeort „für Gentlemen von Gentlemen“ werden . Dem verdankt die Stadt ihren Straßenplan und ihre wunderschönen viktorianischen Hotels. Auch Eastbourne hat einen Pier, aber lautes Vergnügen wie auf dem Pier in Brighton wirst du dort nicht finden, dafür aber gemütliche Cafés und einen Nachtclub. Wenn du ein Auto gemietet hast, ist ein Parkplatz in diesem Badeort leichter zu finden als in Brighton, auch wenn du an Sommertagen auch in Eastbourne früh dran sein musst.

South Downs Way

Von den Seven Sisters aus führt ein 160 Kilometer langer Wander- und Radweg weiter bis nach Winchester. Diese Route verbindet uralte Pfade, die schon seit Jahrhunderten bestehen, und verläuft durch die typisch englische Landschaft mit weitläufigen Feldern, die von Hecken, Wäldern und Heide begrenzt werden. Unterwegs kommst du an alten Kirchen und historischen Dörfern vorbei. Du kannst ganz einfach zu einem der Parkplätze fahren, um einen Abschnitt des South Downs Way zu wandern. Oder du entscheidest dich dafür, mit deinem Mietwagen die A272 entlangzufahren, eine der schönsten Straßen Englands, vor allem der Abschnitt von Bolney (nördlich von Brighton) über Billinghurst nach Petworth.

Winchester

Wenn du der A272 weiter folgst, gelangst du schließlich nach Winchester, wo die Kelten einst eine Festung hatten, die sich unter den Römern zu einer bedeutenden Stadt entwickelte. Die ursprüngliche Winchesterer Kathedrale stammt aus dem elften Jahrhundert und wurde auf einem Moor errichtet. Das funktionierte lange Zeit gut, bis die Kathedrale im neunzehnten Jahrhundert einzustürzen drohte. Das Fundament wurde von einem Taucher wieder aufgebaut, der unter Wasser arbeiten musste! Neben den Kunstwerken und anderen Schätzen siehst du in der Kathedrale die letzten Ruhestätten sächsischer Könige, Bischöfe und der berühmten Schriftstellerin Jane Austen.

Von Winchester Castle ist nur noch der Große Saal aus dem 13. Jahrhundert erhalten. Hier soll der legendäre König Artus mit seinen Rittern an einem runden Tisch getagt haben. Die Innenstadt von Winchester ist bekannt für ihre gemütlichen, schmalen Fußgängerzonen und die überhängenden mittelalterlichen Gebäude. Die Winchester City Mill ist ein Muss für alle, die erfahren möchten, wie man früher gearbeitet hat. Die Wassermühle aus dem 18. Jahrhundert wurde wunderschön restauriert und es ist unglaublich spannend, die Mühle in Aktion zu sehen.

Stonehenge

Vor allem bei Sonnenaufgang ist das prähistorische Stonehenge einfach magisch und dazu noch ganz ruhig
Besonders bei Sonnenaufgang ist das prähistorische Stonehenge einfach magisch und dazu noch ganz ruhig. (Foto: https://unsplash.com/@hulkiokantabak)

Von Winchester aus ist es etwa eine Autostunde bis nach Stonehenge, nördlich von Salisbury. Wir empfehlen dir, Tickets im Voraus online zu kaufen und so früh wie möglich hinzufahren, damit du den größten Andrang vermeidest. Warum Menschen vor fünftausend Jahren diese riesigen Steine kreisförmig aufeinandergestapelt haben, ist unklar. Es könnte sich um eine Begräbnisstätte, einen Himmelskalender oder einen religiösen Ort handeln. Wie dem auch sei, der Steinkreis ist ein technisches Meisterwerk, und sein Bau muss eine enorme Anstrengung von Hunderten von Menschen gewesen sein, die nur einfache Werkzeuge benutzten. Im Besucherzentrum erfährst du mehr über die faszinierende Geschichte und die Menschen, die dort lebten.

Wells

Wenn du ein Auto gemietet hast, fährst du von Stonehenge aus in einer Stunde nach Wells, wieder so eine kleine Stadt, die Geschichte ausstrahlt. Die Stadt wird von der Kathedrale dominiert, die auch als „die poetischste gotische Kirche Englands“ bezeichnet wird. Die Westfassade mit mehr als dreihundert Statuen biblischer Figuren und Heiliger gilt als eines der beeindruckendsten Beispiele mittelalterlicher Bildhauerkunst. Im Inneren kannst du wunderschöne Gewölbedecken und Buntglasfenster bewundern, ebenso wie eine astronomische Uhr aus dem 14. Jahrhundert. Am Nachmittag kannst du dem sogenannten Evensong des Chors beiwohnen. Direkt neben der Kathedrale liegt Vicar’s Close, eine vollständig erhaltene mittelalterliche Straße. Die Häuser aus dem 14. Jahrhundert haben Spitzbogenfenster und markante, hohe Schornsteine. Die Stadt ist nach den natürlichen Quellen benannt, die die üppigen Gärten rund um den Bishop’s Palace noch immer mit Wasser versorgen.

Die Straße, die sich durch die Cheddar Gorge in Somerset schlängelt
Die Straße, die sich durch die Cheddar Gorge in Somerset schlängelt. (Foto: https://unsplash.com/@dronespaul)

Wells ist ein fantastisches Reiseziel, das Geschichte, Architektur und atemberaubende Landschaften vereint. Südwestlich der Stadt liegt nämlich das wunderschöne und weitläufige Sumpfgebiet Avalon Marshes und direkt nördlich davon die Wookey Hole Caves. Fahre mit deinem Mietwagen von den Höhlen ein Stückchen nach Nordwesten und du kommst nach Cheddar. Diese Stadt ist die Heimat des weltberühmten Käses und der Ausgangspunkt für eine Tour durch die Cheddar Gorge, eine tiefe Schlucht mit hohen Wänden und üppigem Grün. Die Cliff Road (B3135) führt quer hindurch, aber halte deinen Mietwagen ab und zu am Straßenrand an und spaziere über einen der Wanderwege, um die tiefe Schlucht auch von oben zu bewundern.

Bristol

Fahre über die sanften Mendip Hills nach Bristol, das viele als eine der lebenswertesten englischen Städte bezeichnen, das von Touristen jedoch oft übersehen wird. Es ist eine der kulturell lebendigsten Städte Englands mit einer großen Vielfalt an bildender Kunst, Theater und Live-Musik. Vor allem in den Sommermonaten findet fast täglich ein kulturelles, kulinarisches oder musikalisches Fest statt.

Die Stadt blickt auf eine reiche Luftfahrtgeschichte zurück, die mit der Produktion der ersten britischen Doppeldecker im Ersten Weltkrieg begann. Aerospace Bristol erzählt diese Geschichte anhand von Nachbildungen, maßstabsgetreuen Modellen und rund zehn Originalflugzeugen, darunter die letzte Concorde, die jemals geflogen ist. In einem Trockendock kannst du das historische Dampfschiff SS Great Britain besichtigen. Ebenso historisch ist die Clifton-Hängebrücke aus dem Jahr 1864, die die Schlucht des Flusses Avon überspannt.

Bristol ist eine sehr gemütliche Stadt mit vielen Restaurants, Bars und Terrassen entlang des ehemaligen Hafens. Es ist ein perfekter Ausgangspunkt für Tagesausflüge mit einem Mietwagen zu einer der bereits erwähnten Sehenswürdigkeiten oder zu unserem nächsten Ziel.

Bath

Schon seit zweitausend Jahren kommen Menschen von nah und fern, um das heilende Wasser zu genießen, das in Bath aus dem Boden sprudelt. Die Stadt mit dem passenden Namen wurde im ersten Jahrhundert n. Chr. von den Römern gegründet, die von den dort gefundenen Thermalquellen sehr angetan waren. In der viktorianischen Zeit (18. Jahrhundert) entwickelte sich Bath zu einer eleganten Kurstadt. Die ursprünglichen römischen Bäder existieren noch immer und liegen deutlich tiefer als das heutige Straßenniveau. Du kannst an einer Führung durch den Komplex der Roman Baths teilnehmen, einschließlich einer Ausstellung mit archäologischen Funden. Leider darfst du nicht ins Wasser, kannst aber an einem kleinen Brunnen einen Schluck davon trinken. In den modernen Spas in Bath kannst du natürlich im warmen Wasser planschen.

Reihenhäuser in Halbmondform sind typisch für Bath
Reihenhäuser in Halbmondform sind typisch für Bath. (Foto: https://unsplash.com/@lasmaa)

Nicht umsonst steht die ganze Stadt auf der UNESCO-Welterbeliste, denn es gibt wirklich viel zu entdecken. Bath hat eine reiche Geschichte, was sich an der prächtigen georgianischen Architektur und den historischen Denkmälern zeigt. So ist die Stadt beispielsweise für ihre Reihenvillen bekannt, die in Form eines Halbmonds gebaut sind. Der Royal Crescent ist der bekannteste, aber es gibt noch sieben weitere. Wenn du mehr über die Geschichte der Sehenswürdigkeiten erfahren und keine Details verpassen willst, buche eine der hervorragenden Stadtführungen bei den Mayor’s Guides. Diese Führungen sind kostenlos, es wird nicht einmal ein Trinkgeld angenommen.

Wir raten dir davon ab, mit deinem Mietwagen im Zentrum von Bath herumzufahren. Es gibt viele Einbahnstraßen und die Parkplätze sind schnell voll. Am besten stellst du deinen Mietwagen auf einem der P+R-Parkplätze am Stadtrand ab und fährst mit einem Shuttlebus ins Zentrum.

Die Cotswolds

Bath liegt am südlichen Rand der Cotswolds, Englands größtem „Area of Outstanding Natural Beauty“ (Gebiet von außergewöhnlicher natürlicher Schönheit), mit über zweitausend Quadratkilometern sanfter Hügel und unberührter Natur, übersät mit malerischen Dörfern, Marktstädten, Burgen, Landhäusern, Gärten und Parks. Die Hügel bestehen aus gelblichem Kalkstein, der auch beim Bau der Häuser verwendet wurde, wodurch diese ihre charakteristische honigfarbene Optik erhalten haben. Wenn du mit deinem Mietwagen über die schmalen Straßen durch die Gegend fährst, kommt es dir vor, als würdest du in der Zeit zurückreisen und Landschaften von vor Jahrhunderten erleben. Es gibt jede Menge Städtchen und Dörfer zu entdecken. Im Folgenden nennen wir dir einige der schönsten und fotogensten Orte in den Cotswolds.

Castle Combe
Castle Combe, eines der wunderschönen Dörfer in den Cotswolds, die man nur mit einem Mietwagen gut erreichen kann. (Foto: https://unsplash.com/@george_ciobra)

Eine halbe Autostunde nordöstlich von Bath gelangst du schon gleich in eines der schönsten Dörfer: Castle Combe. Nicht umsonst steht es auf Platz 1 der Liste der „Prettiest Villages in England“. Die ziemlich unregelmäßig angeordneten Häuser sind so alt, dass sie eigentlich ein bisschen schief stehen. Das traditionelle Manor House ist der perfekte Ort für einen Cream Tea. Bourton-on-the-Water ist das Venedig der Cotswolds – dank der Steinbrücken über den Fluss Windrush, die von überhängenden Weiden gesäumt sind. Bibury ist eines der meistbesuchten Dörfer, um die mit Blumen geschmückten ehemaligen Weberhäuschen zu fotografieren. Sei unbedingt ganz früh da, bevor die Reisebusse ankommen. Lower Slaughter und Upper Slaughter werden meist zusammen als „The Slaughters“ bezeichnet – und nein, dieser Name hat nichts mit Schlachten zu tun, sondern stammt von einem englischen Begriff für Sumpf: „slough“. Dort siehst du eine historische Wassermühle mit ihrem originalen Wasserrad und Schornstein. Lacock ist ebenfalls ein wunderschöner Ort, und für Fans der Harry-Potter-Filme ist die Abtei hier ein wahres Fest der Wiedererkennung.

Es gibt eigentlich nur eine Möglichkeit, die Cotswolds zu erkunden: indem du dir ein Auto mietest. Das spart enorm viel Reisezeit und du kannst viele verschiedene Dörfer besuchen. Vielleicht noch wichtiger ist, dass du sie besichtigen kannst, bevor die großen Touristenbusse eintreffen. Außerdem kannst du mit einem Mietwagen ganz einfach zu weniger beliebten, aber deshalb nicht weniger schönen Dörfern fahren.

Oxford

Das historische Oxford ist vor allem als Stadt bekannt, in der eine der ältesten Universitäten der Welt ihren Sitz hat. Buche eine Stadtführung, um mehr über die Geschichte von der Universität Oxford und berühmter Studenten zu erfahren. Einer dieser Studenten, der Dichter Matthew Arnold, beschrieb Oxford als die „Stadt der träumenden Türme“ und bezog sich dabei auf die mittelalterlichen Kirchen und andere Turmspitzen, die die gotische Architektur prägen. Oxford hat ein kompaktes Stadtzentrum, aber du kannst problemlos einen ganzen Tag lang durch die Stadt schlendern und berühmte Sehenswürdigkeiten wie die Bodleian Library, die Radcliffe Camera und das Sheldonian Theatre besichtigen. Das Christ Church College diente bereits als Drehort für verschiedene bekannte Filme. So erkennst du im Speisesaal die Große Halle vonHogwarts wieder. Mach einen Spaziergang entlang der Themse oder miete ein Boot, um auf dem Nebenfluss Cherwell zu puntern – ein typisches Oxford-Erlebnis. An den Ufern dieses Flüsschens findest du den Oxford Botanic Garden, den ältesten botanischen Garten des Vereinigten Königreichs, mit exotischen Pflanzen und Blumen. Das Ashmolean Museum verfügt über eine beeindruckende Sammlung antiker Kunst der Ägypter, Griechen und Römer. Dank der kolonialen Vergangenheit gibt es dort auch eine beachtliche Sammlung orientalischer Kunst zu sehen.

Achtung: Einige Straßen im Zentrum von Oxford sind eine sogenannte Zero-Emission-Zone (ZEZ), was bedeutet, dass dort ausschließlich Elektroautos fahren dürfen. Diese Zone wird höchstwahrscheinlich noch weiter ausgebaut. Egal, ob du einen Elektro-Mietwagen hast oder nicht, parkst du am besten am Rande der Altstadt von Oxford.

Turville

Bevor du unser letztes Ziel erreichst, solltest du einen kurzen Zwischenstopp in Turville einlegen – schließlich liegt es direkt an der Route. Mit nur einem Pub und einer Kirche ist Turville zwar sehr klein, aber es ist ein malerisches Dörfchen mit einem Pfarrhaus und Cottages aus dem 16. Jahrhundert, umgeben von grünen Hügeln. Kein Wunder, dass dieses kleine Dorf in vielen Filmen und Fernsehserien als Kulisse diente.

Windsor Castle

Windsor Castle
Ein grandioser Abschluss deiner Rundreise mit dem Mietwagen: Windsor Castle. (Foto: https://unsplash.com/@bullterriere)

Warum sollte die Rundreise mit dem Mietwagen durch Südengland nicht mit einem Besuch in Windsor Castle? Dieses Schloss westlich von London ist schon seit fast tausend Jahren im Besitz des britischen Königshauses und dient dem regierenden Monarchen als „zweites Zuhause“. Dieses „Zuhause“ erstreckt sich über rund 45.000 Quadratmeter und verfügt über mehr als tausend Räume. Bei einer Führung kannst du die umfangreiche königliche Sammlung an Gemälden, Rüstungen, Möbeln und (Wand-)Teppichen bewundern. Das einzigartige, detailreiche Puppenhaus von Queen Mary ist faszinierend. In der St. George’s Chapel sind Mitglieder der königlichen Familie begraben, darunter Königin Elizabeth II. Die wunderschön angelegten Gärten sind schon für sich allein einen Besuch wert. Manchmal kannst du auf die Spitze des legendären Round Tower steigen, und es gibt auch spezielle Führungen durch die Küche.

Am Schloss gibt es keine Parkmöglichkeiten. Du kannst deinen Mietwagen am Bahnhof Windsor & Eton Riverside parken, der etwa fünf Gehminuten entfernt ist. Etwas weiter entfernt liegt der King Edward VII Car Park, der nicht so schnell voll wird.

Miete ein Auto in Bristol oder London

Schon allein eine Fahrt durch die englische Landschaft ist ein Genuss. Unterwegs siehst du die typischen sanften grünen Hügel und von Hecken umgebene Wiesen, alte Kirchen, Schlösser, verschlafene Städtchen und Dörfer, die direkt aus einem Märchenbuch zu stammen scheinen. Oben haben wir nur einige Highlights dessen genannt, was es im Süden Englands alles zu sehen gibt. Miete ein Auto, um noch viel mehr zu entdecken! Wusstest du, dass du ganz einfach ein Auto für eine sogenannte Einwegmiete buchen kannst? Dann holst du den Mietwagen zum Beispiel in Bristol ab und gibst ihn in London wieder ab. Oder an einem beliebigen anderen Ort. Neben London sind von Bristol aus Einwegmieten nach Exeter und Southampton beliebt. Auch von London aus ist Exeter ein beliebter Ort, um den Mietwagen wieder abzugeben, genau wie Manchester. Gib in unserem Suchformular ein anderes Ziel ein und wir zeigen dir nur Mietwagen, die dafür verfügbar sind.

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