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3. August 2026

12+ atemberaubende Sehenswürdigkeiten rund um Las Vegas

Der perfekte Ausgangspunkt für Roadtrips mit einem Mietwagen

Der bekannteste Spitzname für Las Vegas ist „Sin City“ (Sündenstadt), aber es gibt noch viele andere, darunter „Entertainment Capitol of the World“. Neben dem Glücksspiel in den Casinos kannst du dort hervorragende Theateraufführungen und Auftritte von Top-Künstlern genießen. Für einen Adrenalinkick steigst du in ein Karussell, bei dem du 275 Meter über dem Boden schwebst („The Ride“), oder lässt dich aus dieser Höhe in die Tiefe stürzen („SkyJump“). Aber Las Vegas ist viel mehr als nur Casinos, Clubs und glitzernde Lichter: Es ist das Tor zu einigen der atemberaubendsten Naturwunder im Südwesten der Vereinigten Staaten.

Las Vegas
(Foto: https://unsplash.com/@imsimplysamuel)

Die Stadt ist der perfekte Ausgangspunkt für einen tollen Roadtrip. Verschiedene legendäre Nationalparks und Naturschutzgebiete sind von Las Vegas aus mit einem Mietwagen leicht zu erreichen. In dieser beeindruckenden Natur kannst du oft aktiv etwas unternehmen: Wandern, Bergsteigen, Mountainbiken, Rafting und Kajakfahren. Im Folgenden beschreiben wir Ausflüge zu einigen der schönsten Sehenswürdigkeiten rund um Las Vegas. Du kannst diese verschiedenen Ziele natürlich auch zu einem langen Roadtrip durch Nevada und die angrenzenden Bundesstaaten kombinieren.

1. Red Rock Canyon / Mt. Charleston Scenic Byway

Nur einen Katzensprung vom Strip in Las Vegas entfernt befindest du dich in einer völlig anderen Welt.
Nur einen Katzensprung vom Strip in Las Vegas entfernt befindest du dich in einer völlig anderen Welt. (Foto: https://unsplash.com/@dhalseth)

Möchtest du dich erst mal an das Auto gewöhnen, das du gerade am Flughafen von Las Vegas oder in der Stadt selbst gemietet hast? Dann mach doch einen kurzen und gemütlichen Tagesausflug zum Red Rock Canyon.

Dieses Naturschutzgebiet bietet eine atemberaubende Landschaft aus Berggipfeln, leuchtend roten Felshügeln, Sandsteinfelsen, steilen Canyons und alten Felsmalereien. Am besten erkundest du die schönsten Orte auf dem Scenic Drive, einer Strecke von gut 20 Kilometern. Wenn du nirgendwo anhältst, schaffst du die Strecke in 45 Minuten, aber dann verpasst du eine Menge. Du kannst hier locker den ganzen Tag verbringen und hast trotzdem noch nicht alles gesehen. Nimm dir Zeit, um atemberaubende Ausblicke, einzigartige Felsformationen und die Schönheit der Wüstenlandschaft zu genießen.

Eine fantastische Route mit dem Mietwagen durch den Red Rock Canyon bei Las Vegas ist der sogenannte Scenic Drive.
Eine fantastische Route mit dem Mietwagen durch den Red Rock Canyon bei Las Vegas ist der sogenannte Scenic Drive. (Foto: https://unsplash.com/@dhalseth)

Es gibt verschiedene Wanderwege, deren Schwierigkeitsgrad durch Farben deutlich gekennzeichnet ist: leicht (grün), mittel (orange) oder anspruchsvoll (rot). Verpasse unterwegs nicht die schönsten Aussichtspunkte (Overlooks): Sandstone Quarry, High Point und Red Rock Wash. Leichte Wanderrouten führen über Holzstege (Boardwalks), wie zum Beispiel der Red Spring Boardwalk am Fuße der Calico Hills. Diese Hügel sind ein Eldorado für Kletterer. Entlang der meisten Wanderrouten gibt es Picknickplätze, an denen du dein Mittagessen mit einer fantastischen Aussicht genießen kannst.

Bereite dich sorgfältig vor und überlege dir, wo du anhalten möchtest. Du kannst nämlich nicht zurückfahren, da die Strecke eine Einbahnstraße ist. Achtung: Vom 1. Oktober bis zum 31. Mai musst du ein Zeitfenster reservieren, um Zugang zum Scenic Drive zu erhalten. Oder du startest diese Fahrt vor 8 Uhr morgens – dann brauchst du keine Reservierung.

Noch nicht genug von malerischen Routen? Dann fahr über den Mt. Charleston Scenic Byway, eine herrliche Straße, die sich um den Mount Charleston schlängelt. Im Sommer bietet diese Fahrt eine kühle Abwechslung zu den heißen Temperaturen in Las Vegas. Außerdem siehst du in dieser Zeit viele Wildblumen. Am Desert View Overlook kannst du weit in die Ferne blicken, wenn du vom Parkplatz zu den Aussichtsplattformen läufst. Etwas weiter entfernt beginnt eine Reihe von Wanderwegen, darunter der Sawmill Trail, eine leichte Wanderung von vier Kilometern. Du erreichst diese wunderschöne Straße, indem du auf der US-95 in Richtung Kyle Canyon abbiegst. Auf den Schildern steht auch „Ski Resort“. Häh, Skifahren in der Wüste? Ja, im Winter liegt Schnee auf den Gipfeln der Spring Mountains.

2. Death Valley

Kannst du dir schon vorstellen, wie du mit einem Mietwagen auf dieser Straße durch das Death Valley westlich von Las Vegas fährst?
Kannst du dir schon vorstellen, wie du mit einem Mietwagen auf dieser Straße durch das Death Valley westlich von Las Vegas fährst? (Foto: https://unsplash.com/@mktgmantra)

Weiter westlich gelangst du ins Death Valley, das trotz seines furchteinflößenden Namens ein großartiges Erlebnis bietet. Nimm nicht die schnellste Route dorthin (über die US-95), denn die ist todlangweilig. Nimm dir lieber etwas mehr Zeit und wähle von Las Vegas aus die State Road 60 nach Pahrump. In diesem Ort fährst du nicht geradeaus weiter, sondern biegst links ab und fährst über die SR-372, um die Grenze zu Kalifornien zu überqueren. Auf der kalifornischen Seite trägt diese Straße die Nummer CA-178. Bei der Ortschaft Shoshone ist das Death Valley auf den Schildern ausgeschildert, und du fährst über die CA-127 über den Deadman Pass in der Sierra Nevada nach Death Valley Junction. Dort biegst du links ab und fährst über die CA-190 noch fast fünfzig Kilometer bis nach Furnace Creek, am östlichen Rand des Nationalparks.

Das ist nur eine der vielen beeindruckenden Landschaften im Death Valley, beim Zabriskie Point.
Das ist nur eine der vielen beeindruckenden Landschaften im Death Valley, beim Zabriskie Point. (Foto: https://unsplash.com/@jplenio)

Es ist eine unglaublich schöne Gegend, in der du mehrere Tage verbringen kannst, wenn du wirklich alles sehen willst. Im Death Valley findest du den heißesten, trockensten und am tiefsten gelegenen Punkt der Vereinigten Staaten. Die Salzebene Badwater Basin liegt gut 85 Meter unter dem Meeresspiegel, und die anhaltende Trockenheit sowie die Rekordhitze im Sommer machen das Death Valley zu einem Land der Extreme. Im frühen Frühling ist es ein überwältigendes Erlebnis, wenn auf den höchsten Gipfeln Schnee liegt und das Tal mit etwas Glück von einem riesigen Teppich aus Wildblumen bedeckt ist. Diese sogenannte „Superbloom“ entsteht nach Regenfällen, was ziemlich selten ist. Aber auch ohne diese Blumenpracht ist die Ödnis des Death Valley ein absolutes Muss: Salzebenen, Felsformationen, Schluchten, Sanddünen, Berge und die pastellfarbene, hügelige Landschaft am Zabriskie Point. Skurrile Felsformationen findest du entlang des Artists Drive mit einer Abzweigung zum Artists Palette, wo die Felsen ganz besondere Farben haben.

3. Hoover-Staudamm / Lake Mead

Blick auf den Hoover-Damm von der Brücke über den Colorado River aus.
Blick auf den Hoover-Damm von der Brücke über den Colorado River aus. (Foto: https://unsplash.com/@tylilo)

Mit einem Mietwagen fährst du von Las Vegas aus in etwa einer halben Stunde nach Boulder City. Gut zwölf Kilometer nordöstlich dieser Stadt liegt der Hoover-Damm, der in den 1930er Jahren gebaut wurde. Er war für damalige Verhältnisse ein Meisterwerk moderner Technik. Wenn du dir den Damm aus der Nähe ansehen willst, musst du darauf achten, dass du der richtigen Straße folgst. Du musst auf die „Hoover Dam Access Road“ gelangen, die durch braune Verkehrsschilder ausgeschildert ist. Wenn du geradeaus auf der Autobahn fährst, kommst du zwar auch am Damm vorbei, siehst aber so gut wie nichts davon.

Der Hoover-Damm liegt am Colorado River, der hier die Grenze zwischen Nevada und Arizona bildet. Bevor du den Damm selbst erreichst, kannst du auf dem Parkplatz vor dem „Scenic View“ parken. Von diesem Parkplatz führt ein Zickzackweg zum Fußweg entlang der US-93 (auch Interstate-11). Hier hast du die beste Aussicht und siehst den Damm so, wie auf dem Foto oben.

Du kannst mit deinem Mietwagen über den Damm fahren und auf beiden Seiten gibt es Parkplätze, aber auf dem Damm selbst darfst du natürlich nicht anhalten. Geh also einfach darüber, um einen Eindruck von der enormen Höhe zu bekommen und einen schönen Blick auf die imposante Colorado-Brücke zu genießen.

Die Wüste ist weit weg, wenn du mit dem Kajak durch die Emerald Cave bei Las Vegas paddelst
Die Wüste ist weit weg, wenn du mit dem Kajak durch die Emerald Cave bei Las Vegas fährst

Am Lake Mead Visitor Center beginnt der historische Railroad Trail, auf dem früher Züge fuhren, um Baumaterial zum Staudamm zu transportieren. Der Weg führt durch Tunnel, die damals dafür gebohrt wurden, und entlang des Stausees Lake Mead. Mach diese Wanderung nicht in den heißen Sommermonaten, denn – abgesehen von den Tunneln – gibt es überhaupt keinen Schatten. Im Wasser des Lake Mead kannst du dich aber am Boulder Beach, fünf Kilometer nördlich des Besucherzentrums, schön abkühlen.

Hinter dem Staudamm sind es zwanzig Kilometer Fahrt bis zum Willow Beach Scenic Overlook, von wo aus du einen fantastischen Blick auf die schwarzen Lavafelsen des Black Canyon hast. In Willow Beach kannst du ein Kajak mieten, um zum smaragdgrünen Wasser der Emerald Cave zu paddeln. Es ist fast unvorstellbar, dass du dich dort mitten in der Wüste befindest. Halte unterwegs Ausschau nach Dickhornschafen, Falken und Seeadlern.

4. Route 66 / Grand Canyon

Der Grand Canyon wurde vom Colorado River und seinen Nebenflüssen geformt. Wenn du in Las Vegas startest, ist es eine ziemlich lange Fahrt bis zum Grand Canyon Village (450 Kilometer), daher solltest du die Strecke am besten in Etappen aufteilen. Nach Boulder City ist Kingman ein guter Ort für einen Zwischenstopp. Diese Stadt liegt an der berühmten Route 66 und es gibt dort auch ein Museum, das dieser Straße gewidmet ist und voller interessanter Fakten und Geschichte steckt. Besonders witzig ist die Ausstellung historischer Elektrofahrzeuge. Du dachtest, Elektroautos wären etwas Neues? Von wegen – schau doch mal in Kingman vorbei.

Oldtimer für ein Abendessen im Stil der 50er Jahre in Seligman, Arizona.
Oldtimer bei einem Abendessen im Stil der 50er Jahre in Seligman, Arizona. (Foto: https://unsplash.com/@crystaltubens)

Bis zum nächsten Zwischenstopp, Seligman, ist es nur eine Stunde Fahrt über die I-40. Aber wer möchte nicht wenigstens ein Stück der berühmten Route 66 gefahren sein, die einst die wichtigste Verbindung zwischen Chicago und Los Angeles war? Das geht, auch wenn du dafür etwas länger brauchst – nicht nur, weil die Strecke 15 Meilen (24 Kilometer) länger ist, sondern auch, weil du unterwegs bestimmt ein paar Mal anhalten wirst. Zum Beispiel beim Hackberry General Store oder bei den Burma Shave Signs. Im Zentrum von Seligman findest du unzählige Oldtimer und antike Motorräder, historische Tankstellen, Diners im Stil der 50er Jahre und Wandmalereien, die den Mythos dieser Zeit zum Leben erwecken.

Der Grand Canyon in Nevada vom South Rim aus.
Der Grand Canyon in Nevada vom South Rim aus gesehen. (Foto: https://unsplash.com/@zoshuacolah)

Von Seligman aus sind es fast 160 Kilometer bis zum Grand Canyon Village am South Rim. Das dortige Besucherzentrum ist der ideale Ort, um herauszufinden, wohin du in diesem riesigen Gebiet genau willst. Bist du ziemlich fit und hast keine Scheu vor Klettern und Kraxeln? Dann nimm den Bright Angel Trail bis zum Grund des Canyons. Das ist nicht jedermanns Sache, denn die Strecke ist 9 Meilen (15 Kilometer) lang und du musst auch wieder zurück. Außerdem ist es unten in der Schlucht viel wärmer (um nicht zu sagen: heiß) als oben. Einfacher ist es, (einen Teil) der Strecke mit dem Maultier zurückzulegen.

Der Desert View Drive an der Südseite des Grand Canyon bietet spektakuläre Ausblicke, ist aber ein stark frequentierter Teil des Nationalparks. Der North Rim zieht viel weniger Besucher an, und auch dort sind die Ausblicke phänomenal. Außerdem liegt die Nordseite höher und ist daher kühler. Um auf die andere Seite des Canyons zu gelangen, fährst du von Las Vegas aus über die I-15 nach St. George und dann über Fredonia zum North Rim. Das ist im Winter allerdings nicht möglich, da dann der letzte Abschnitt (State Route 67) gesperrt ist. Auf der Website des Grand Canyon kannst du nachsehen, welche Straßen (und Wanderwege) gesperrt sind. Auf dieser Route zur Nordseite kommst du unter anderem am Zion-Nationalpark vorbei. Oder du fährst östlich des Canyons über Page zum North Rim. Dann kommst du am Antelope Canyon und dem berühmten Horseshoe Bend vorbei.

Der Aussichtspunkt „Angels Widow“ im Grand Canyon, Nevada.
Der Aussichtspunkt „Angels Widow“ im Grand Canyon, Nevada. (Foto: https://unsplash.com/@ryandjones14)

Der Grand Canyon West ist sehr beliebt, vor allem wegen des Skywalks, der hoch über der Schlucht thront. Er liegt viel näher an Las Vegas (gut 200 Kilometer), aber die Bewertungen sind nicht gerade positiv. Erstens musst du oft lange auf die Shuttlebusse warten, die zwischen dem Parkplatz und dem Zugang zur Aussichtsplattform hin- und herfahren. Dann musst du dort auch noch warten, und zu allem Überfluss darfst du keine eigenen Fotos machen, es sei denn, du zahlst hundert Dollar … Und wenn du den Skywalk besuchst: Die Glasplatten sind durch die vielen Kratzer kaum noch als transparent zu bezeichnen.

5. Wasseraktivitäten / Havasu Falls

Hast du nach all den wunderschönen, aber auch trockenen Felsen Lust auf ein bisschen Wasser? Denk daran, dass durch diese trockene Wüste Flüsse wie der Colorado River fließen und es dank der Staudämme auch große Seen gibt. An verschiedenen Orten kannst du schwimmen, raften, Kajak fahren, rudern, Wakeboarden, Wasserski fahren oder Tubing machen. Oder du mietest dir ein Boot, um selbst zu fahren.

Oben haben wir bereits den Stausee Lake Mead und Willow Beach bei Boulder erwähnt. Letzterer ist ziemlich felsig, und viele Leute gehen dort nicht ins Wasser, um zu schwimmen, sondern genießen am Ufer ein Barbecue. Etwas weiter entfernt findest du das Erholungsgebiet Big Bend, direkt südlich von Laughlin. Es hat einen schönen großen Strand mit angenehm kühlem Wasser, selbst an den heißesten Tagen. Noch weiter südlich gelangst du zum Havasu National Wildlife Refuge, inmitten hoher Felsen, wo du schwimmen, angeln und Boot fahren kannst und wo du auch Vögel beobachten kannst.

Wasserfälle im Havasupai-Reservat in Arizona.
Wasserfälle im Havasupai-Reservat in Arizona. (Foto: https://unsplash.com/@sgcreative)

Verwechsle das nicht mit den Havasu Falls, denn die liegen ganz woanders. Das sind übrigens fantastische Wasserfälle, aber der Besuch ist eine ziemlich exklusive Angelegenheit. Eine Übernachtung in der Herberge oder auf dem Campingplatz im Havasupai-Reservat kostet ein paar Cent, und du musst dich auf eine anspruchsvolle Wanderung einstellen. Außerdem brauchst du eine Genehmigung, die du über die offizielle Website beantragen musst. Wenn du zu den Glücklichen gehörst, die eine Genehmigung ergattern können, erwartet dich ein unvergessliches Erlebnis. Versteckt zwischen den Felsen liegt Supai, eine wunderschöne Oase mit fünf blaugrünen Wasserfällen.

6. Zion-Nationalpark

Wenn du zum North Rim des Grand Canyon fährst, ist der Zion-Nationalpark ein willkommener Zwischenstopp. Es ist eine fast unvorstellbar grüne Oase in der ansonsten trockenen Umgebung. Von Las Vegas aus sind es mit einem Mietwagen etwa 250 Kilometer. Unterwegs fährst du durch die herrliche Virgin River Gorge, die dem Grand Canyon sehr ähnlich ist, und vorbei an den roten Klippen und Dünen bei St. George. Es lohnt sich, hier kurz anzuhalten und ein Offroad-Motorrad zu mieten, um dieses raue Gelände zu erkunden.

Der wunderschöne Kontrast zwischen dem grünen Tal und den steilen Felsen im Zion-Nationalpark.
Der wunderschöne Kontrast zwischen dem grünen Tal und den steilen Felsen im Zion-Nationalpark. (Foto: https://unsplash.com/@alexdonnachie)

Der Virgin River sorgt für die frischgrüne Vegetation zwischen den fast senkrechten Felswänden auf beiden Seiten im Zion-Nationalpark. Ein Teil des Parks, der Zion Canyon, ist von März bis November (außer in der Weihnachtswoche) nur mit einem Shuttlebus erreichbar, da es sonst auf dem Weg zu den beliebtesten Wanderrouten wie Angels Landing und den Narrows viel zu voll würde – dort musst du im engsten Teil der Schlucht durch den Fluss waten. Leichtere Wanderungen sind der Emerald Pools Trail und der Canyon Overlook Trail. In der Nebensaison kannst du selbst zu den beliebtesten Ausgangspunkten fahren, und die Chancen stehen gut, dass du Schnee auf den Gipfeln der roten Felsen siehst – ein bezaubernder Anblick.

Außerhalb des Zion Canyon kannst du in der Hochsaison mit deinem Mietwagen jede andere Straße im Park befahren, wie zum Beispiel die State Route 9, die vom westlichen Eingang bei Springdale nach Osten führt. Eine fantastisch schöne Straße, die dem Lauf des Virgin River folgt. Um dem Trubel zu entkommen, fährst du zu den Kolob Canyons, die in der nordwestlichen Ecke des Parks versteckt liegen. Die Straße durchquert einen Bergrücken und steigt dreihundert Meter zum Kolob View Point an. Von dort aus kannst du zu Fuß ein Stück weiter zum Timber Creek Overlook gehen.

7. Bryce Canyon / Scenic Byway 12

Die bizarren Felsformationen – Hoodoos – im Bryce Canyon in Utah.
Die bizarren Felsformationen – Hoodoos – im Bryce Canyon in Utah. (Foto: https://unsplash.com/@simondellise)

Wenn du auf der State Route 9 nach Osten fährst, kommst du nach Mount Carmel. Von dort aus ist es gut eine Stunde Fahrt bis nach Bryce Canyon City, dem Tor zum Bryce-Nationalparks. Die Hauptattraktion hier sind die sogenannten Hoodoos, senkrechte Felssäulen, die durch das Wechselspiel von Frost und Tauwetter entstanden sind. Die Sonne sorgt für rosa, orange und rote Farbtöne. Der Bryce Canyon Scenic Drive ist eine 19 Meilen (30 Kilometer) lange Strecke, die über den bekanntesten Aussichtspunkt, das Amphitheater, hinausführt. Zu den besten weiteren Aussichtspunkten gehören Rainbow Point, Yovimpa Point, Ponderosa Canyon und Natural Bridge. Aber lass den Mietwagen ab und zu mal stehen und streck die Beine aus! Die einfachste Wanderung ist der Queens Garden Trail. Etwas anspruchsvoller ist der Navajo Trail, ein von Douglasien gesäumter Pfad hinunter zum Grund des Canyons.

Ein Felstunnel, durch den der Scenic Byway 12 führt.
Ein Felstunnel, durch den der Scenic Byway 12 führt. (Foto: https://www.pexels.com/@alexey-komissarov-85164430/)

Die State Route 12 führt durch den malerischen nordöstlichen Teil des Bryce Canyon. Auch wenn du dieser Route folgst, solltest du den Mietwagen ab und zu anhalten, zum Beispiel am Parkplatz der Mossy Cave, einem überhängenden Felsen mit einer unterirdischen Quelle. Im Sommer ist es in der Höhle kühl, und Wasser tropft von den hängenden Stalaktiten. Im Winter ist die Höhle voller riesiger Eiszapfen. Außerdem gibt es dort einen schönen Wasserfall. Kurz hinter Henrieville fährst du an den Felsen vorbei, die als Grand Staircase bekannt sind.

8. Antelope Pass / Horseshoe Bend

Behalte die Straße im Auge, wenn du mit einem Mietwagen über den Antilope Pass fährst!
Behalte die Straße im Auge, wenn du mit einem Mietwagen über den Antilope Pass fährst! (Foto: https://www.pexels.com/@j-wilson-56/)

Wenn du auf der Ostseite des Grand Canyon über den Highway 89 in Richtung Page fährst, kommst du kurz nach der Abzweigung zum Highway 89A über den Antilope Pass. Ab Bitter Springs geht es ziemlich steil am Rand einer Klippe entlang bergauf. Denk daher daran, dass große Lkw sehr langsam bergauf fahren. Oben fährst du zwischen hoch aufragenden Felswänden auf beiden Seiten der Straße hindurch. Es lohnt sich übrigens, in Bitter Springs auf den 89A abzubiegen, um dir die beiden Brücken über den Colorado River anzusehen: Die älteste ist für Fußgänger, die andere für Autos. Kurz vor den Brücken gibt es einen Parkplatz, und von der Fußgängerbrücke aus kannst du den Fluss in der Tiefe sehen – und wenn du Glück hast, auch Greifvögel wie den beeindruckenden amerikanischen Kondor.

Der Horseshoe Bend am Colorado River bei Page, Arizona.
Der Horseshoe Bend am Colorado River bei Page, Arizona. (Foto: https://unsplash.com/@osalom)

Entlang des Highway 89 gibt es verschiedene Aussichtspunkte mit atemberaubenden Ausblicken. Unter anderem kommst du am berühmten Horseshoe Bendvorbei, wo der sich schlängelnde Colorado River eine scharfe Kurve um die Felsen zieht. Etwa acht Kilometer vor Page gibt es eine Abzweigung zu einem großen Parkplatz. Dort beginnt ein befestigter Wanderweg zur Aussichtsplattform. Der Weg ist fast einen Kilometer lang und bietet wenig Schatten (unterwegs gibt es zwei schattige Stellen), also setz dir etwas auf den Kopf und nimm Wasser mit. Sobald du am Aussichtspunkt angekommen bist, bleibt dir der Mund offen stehen. Egal, wie oft du das schon auf Fotos gesehen hast – in echt ist es noch um ein Vielfaches beeindruckender: die fast kreisförmige Biegung und die tiefe Schlucht, die der Fluss vor Millionen von Jahren ausgehöhlt hat.

Page liegt ganz in der Nähe des Glen-Canyon-Staudamms, der fast identisch mit dem Hoover-Staudamm ist, wenn auch etwas niedriger (nur fünf Meter) und fast hundert Meter breiter. Durch den Staudamm entstand der Lake Powell, ein herrlicher See für verschiedene Wasseraktivitäten. Vom Staudamm aus kannst du mit dem Kajak den Colorado River hinunterpaddeln.

9. Antelope Canyon

Bei passendem Lichteinfall kommen die wellenförmigen Strukturen des Antelope Canyon besonders gut zur Geltung.
Bei passendem Lichteinfall kommen die wellenförmigen Strukturen des Antelope Canyon besonders gut zur Geltung. (Foto: https://unsplash.com/@hiking_corgi)

Der Antelope Canyon ist eine Schlucht mit schmalen, erodierten Gängen und wellenförmigen Felsformationen. Du kannst diesen Canyon nur in Begleitung eines Führers besuchen, und die Führungen sind sehr beliebt. In den Hochsaisonmonaten von Mai bis September sind die Tickets oft schon lange im Voraus ausverkauft. Buch also rechtzeitig online bei einem der offiziellen Reiseveranstalter. Dabei musst du dich zwischen dem Upper und dem Lower Antelope Canyon entscheiden. Letzterer ist etwas weniger überlaufen, aber an einigen Stellen sehr eng. Außerdem gibt es ziemlich viele Treppen, um die verschiedenen Abschnitte zu erreichen. Die Führung ist etwas günstiger als die durch den Upper Antelope Canyon, der leichter zugänglich ist und für die Lichtstrahlen bekannt ist, die wunderschöne Fotos ergeben. Diese Strahlen sind übrigens nur zu bestimmten Tageszeiten zwischen April und Oktober zu sehen. Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Canyons ist, dass die Tour durch den Lower Antelope Canyon nur in eine Richtung verläuft, während du in der anderen Schlucht Gegenverkehr hast. Egal, für welche der beiden du dich entscheidest – unten in der Schlucht bist du von farbenprächtigen Felsen aus Navajo-Sandstein umgeben, die sich in einzigartigen Mustern und Spiralen winden. Wenn du zwischen diesen hoch aufragenden, dramatischen Felsformationen wanderst, kommt es dir vor, als wärst du in einer anderen Welt.

10. Monument Valley

Die Felsen des Monument Valley tauchen wie aus dem Nichts auf.
Die Felsen des Monument Valley tauchen wie aus dem Nichts auf. (Foto: https://unsplash.com/@fastturtle)

Wenn du schon mal in Page bist, kannst du genauso gut kurz bei Monument Valley fahren, das gut zwei Autostunden östlich an der Grenze zwischen Arizona und Utah liegt. Wenn du am Ende einer schnurgeraden Straße diese Felsen auftauchen siehst, denkst du vielleicht: Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor? Das könnte stimmen, denn diese Landschaft diente schon als Kulisse für Szenen in vielen Filmen und auch in Werbespots. Einige dieser riesigen roten Felsen sind über hundert Meter hoch und liegen kilometerweit voneinander entfernt, auch wenn es aus der Ferne nicht so aussieht. Genieß die Aussicht, aber fahr nicht mit deinem Mietwagen durch das Tal, denn du wirst unweigerlich im Sand stecken bleiben.

11. Techatticup-Goldmine / Nelson Ghost Town

Rund um die alte Goldmine bei Nelson in Nevada stehen typisch amerikanische Autos aus längst vergangenen Zeiten.
Rund um die alte Goldmine bei Nelson in Nevada stehen typisch amerikanische Autos aus längst vergangenen Zeiten. (Foto: https://unsplash.com/@bweaver)

Die Kleinstadt Nelson liegt siebzig Kilometer südöstlich von Las Vegas und entstand ursprünglich als „Eldorado“ – so von den Spaniern wegen der Goldfunde benannt. Diese Entdeckung löste einen Goldrausch aus, und die Goldsucher gerieten nicht selten miteinander in Konflikt. Im 19. Jahrhundert waren Schießereien und Morde an der Tagesordnung. Man kann sich fast nicht vorstellen, dass das heutige, etwas verschlafene Nelson früher eine richtig raue und zügellose Wildwest-Stadt war. Die Gegend rund um die ehemalige Goldmine Techatticup erinnert allerdings wieder stark an den Wilden Westen. Die verrosteten alten Autos und Zapfsäulen in der Geisterstadt Nelson stammen aus späterer Zeit. Die größte Attraktion ist die Mine selbst. Stell dich auf einen erheblichen Temperaturunterschied ein. Während es draußen im Sommer bis zu fast 40 Grad Celsius heiß werden kann, herrscht in der Mine eine konstante, kühle Temperatur von 18 Grad. Du erfährst etwas über den Goldabbau und den Goldrausch in dieser Gegend, und es gibt jede Menge alte Bergbaumaschinen zu sehen. Spektakulär ist der riesige, tiefe Bohrschacht. Für die Führung durch die Goldmine musst du reservieren, und die Führung findet nur statt, wenn sich mindestens vier Erwachsene angemeldet haben.

12. Valley of Fire

Ist es nicht fantastisch, mit deinem Mietwagen auf so einer Straße durch das Valley of Fire zu fahren?
Ist es nicht fantastisch, mit deinem Mietwagen auf so einer Straße durch das Valley of Fire zu fahren? (Foto: https://www.pexels.com/@gapeppy1/)

Keine Lust auf eine lange Fahrt? Dann fahr doch ins Valley of Fire, das nur 50 Meilen (gut 80 Kilometer) vom Zentrum von Las Vegas entfernt liegt. Neben der Landschaft aus leuchtend roten aztekischen Sandsteinfelsen, eingebettet in grauen und braunen Kalkstein, findest du in diesem Park alte, versteinerte Bäume und Petroglyphen, die über zweitausend Jahre alt sind. Am Besucherzentrum kannst du deinen Mietwagen parken – ein guter Ausgangspunkt, um mehr über die Landschaft und die früheren Bewohner zu erfahren.

Besonders in der späten Nachmittagssonne scheinen diese tiefroten Felsen zu brennen. „Mouse’s Tank Road“ ist der inoffizielle Name für die „White Domes Road“, die vom Besucherzentrum bis zum Ende des Parks führt. Viele der über zehn Wanderwege beginnen entlang dieser Hauptstraße, darunter auch der „Fire Wave Trail“. Den solltest du auf keinen Fall verpassen, denn die Felsen sind unglaublich – mit Bändern aus Rot, Hellrosa, Orange und Creme, die sich umeinander winden. Wenn du auf der Hauptstraße fährst, weißt du wieder, warum du ein Auto gemietet hast: Links und rechts der kurvigen Straße ragen beeindruckende, hohe rote Felsen empor.

Achtung: Da die Temperaturen in den Sommermonaten sehr hoch steigen, sind viele Wanderwege im Park von Mitte Mai bis Ende September gesperrt. Auf der Website des Valley of Fire findest du die aktuellen Sperrzeiten.

Ein Auto oder Wohnmobil in Las Vegas mieten?

Die Straßen im Autoland Amerika sind hervorragend, so wie hier in Nye County nordwestlich von Las Vegas.
Die Straßen im Autoland Amerika sind hervorragend, wie hier in Nye County nordwestlich von Las Vegas. (Foto: https://www.pexels.com/@nextvoyage/)

Wenn du vorhast, mit einem Mietwagen von Las Vegas aus loszufahren, hast du verschiedene Möglichkeiten. Entscheidest du dich für einen PKW oder mietest du lieber ein Wohnmobil? Bei der zweiten Option musst du dir keine Hotels suchen, und in Amerika gibt es viele Orte, an denen du mit einemWohnmobil (RV) übernachten kannst.

Außerdem stellt sich die Frage: Gibst du den Mietwagen in Las Vegas zurück oder buchst du eine Einwegmiete, bei der du das Auto an einem anderen Ort abgibst als dort, wo du es abgeholt hast? Viele der oben beschriebenen Nationalparks liegen ziemlich weit von Las Vegas entfernt. Da ist es angenehmer, weiter zu einem anderen Endziel zu fahren, zum Beispiel nach Denver. So kannst du außerdem noch mehr Parks besuchen, wie zum Beispiel den Mesa-Verde- oder den Arches-Nationalpark. Andere beliebte Einweg-Ziele ab Las Vegas sind Salt Lake City, Albuquerque und Los Angeles.

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